20
Mai
2026
Ansehen
Höchste Zeit, den Binnenmarkt zu verwirklichen und für Sicherheit und Vorhersehbarkeit für die Unternehmen in der EU sowie für hochwertige Arbeitsplätze zu sorgen (Fortsetzung der Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Vizepräsident der Kommission, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir brauchen mehr Binnenmarkt. Wir leisten uns 44 % faktische Binnenzölle, weil unser Binnenmarkt immer noch an die Grenzen von 27 unterschiedlichen Rechtsordnungen stößt. Während wir Trumpschen Zollwahnsinn immer nur beklagen können, liegt es in unserer eigenen Hand, mehr Binnenmarkt zu schaffen. Mit dem Vorschlag einer EU-GmbH – manche nennen es auch ganz amerikanisch EU Inc. – können wir mehr Binnenmarkt schaffen. Die Kommission hat dabei aber die vielzitierte Mahnung des Vordenkers unseres Binnenmarktes, Jacques Delors, bekanntermaßen ein Sozialdemokrat, vergessen: Niemand, ja niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt. Richtig! Mehr Binnenmarkt verlangt auch soziale Schutzstandards und gut bezahlte Arbeitsplätze. Eine EU-GmbH darf nicht zu Sozialdumping, Steuervermeidung oder dem Abbau von Mitbestimmung führen. Andernfalls erleben die Menschen den gefühllosen Binnenmarkt und wenden sich davon ab. Lassen Sie uns also gemeinsam EU Inc. richtig machen: mehr Binnenmarkt mit gemeinsamen europäischen sozialen Leitplanken.