6
Apr
2022
Ansehen
Zusammenarbeit und Gemeinsamkeiten des Putin-Regimes und rechtsextremer sowie separatistischer Bewegungen in Europa (Aussprache über ein aktuelles Thema)
Frau Präsidentin, Frau Vizepräsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Das Thema heute ist zu ernst, als dass man einfach hier billiges politisches Kleingeld wechseln sollte, denn es ist ein ernstes Problem, wie es um unsere Demokratie ausschaut. Putin fürchtet nichts mehr als die Demokratie, die Demokratie in Russland, die Demokratie in der Ukraine. Und er bekämpft auch die Demokratie in Europa, in der Europäischen Union. Und was wir merken, ist: Er hat Verbündete, hier, in den nationalen Parlamenten, in den Mitgliedstaaten, aber auch hier im Europäischen Parlament. Leute, die nach Moskau fahren und dort Selfies machen am Roten Platz. Eine Außenministerin der österreichischen FPÖ – eine ehemalige Außenministerin zum Glück –, die sich hingekniet hat vor Wladimir Putin und dann nebenbei noch Ohrringe im Wert von 50 000 Euro von ihm geschenkt bekommen hat, die sie sich fein sauber eingesteckt hat. Aber auch die anderen Parteien, AfD, Le Pen und wie sie alle heißen, Lega Nord: Sie fahren nach Moskau, sie nehmen Geld, sie nehmen Kredite, sie nehmen Know-how, sie nehmen sich Tipps. Und das alles machen sie, weil sie auch die Demokratie von innen in Europa zerstören damit, durch ihr Handeln. Es gibt sogar welche, die haben einen Freundschaftsvertrag unterschrieben, wie die FPÖ in Österreich. Und die haben dann noch vergessen, den Freundschaftsvertrag zu kündigen, obwohl sie es behauptet haben. Und der läuft dann noch ein paar Jahre weiter. Das ist die Realität einiger Parteien hier im Haus und in den europäischen Parlamenten, die von Sauberkeit und Nationalstolz sprechen und in Wahrheit nur Stiefellecker von Wladimir Putin sind.