15
Jun
2026
Ansehen
Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (gemeinsame Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar! Donald Trump erpresst die Europäische Union und hat einen Handelskrieg mit ihr begonnen. Er droht, Grönland zu annektieren, entwirft antidemokratische regime change-Pläne für EU-Staaten, beginnt völkerrechtswidrige Angriffskriege, unter denen die europäische Wirtschaft leidet und die europäische Jobs gefährden. Ursula von der Leyen hätte diesem schlechten Deal niemals zustimmen dürfen. Nur einen Tag nach all den staatstragenden Reden und der Abstimmung im Handelsausschuss des Europäischen Parlaments kündigt die US-Regierung weitere willkürliche Strafzölle gegen europäische Produkte an, diesmal wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen. Ausgerechnet Trump, der Menschenrechte mit den Füßen tritt, dessen ICE-Agenten Menschen auf offener Straße jagen und auch schon erschossen haben. Dieser Präsident verhöhnt die Europäische Union – und ihr unterwerft euch seiner Erpressung. In Deutschland gehen die Stahlarbeiter auf die Straße; sie wehren sich gegen diese falsche Handelspolitik, weil sie Angst um ihre Jobs haben. Aber die Parlamentsmehrheit hier entmachtet sich quasi per Gesetz. All die wichtigen Schutzklauseln und handelspolitischen Instrumente wie das Anti-Zwangsmaßnahmen-Instrument verlieren ihre Wirkmacht, wenn wir sie allein in die Hände der Kommission legen, die sich Trump längst untergeordnet hat. Ich bin stolz, dass meine Fraktion geschlossen gegen diesen Autokraten und diese unfaire Handelspolitik steht, die europäische Jobs gefährdet und die dauerhafte Abhängigkeit von den USA bedeutet.