Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
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Lukas Sieper | Deutschland DEU | Fraktionslose Mitglieder (NI) | 390 |
| 2 |
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Juan Fernando López Aguilar | Spanien ESP | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 354 |
| 3 |
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Sebastian Tynkkynen | Finnland FIN | Europäische Konservative und Reformer (EKR) | 331 |
| 4 |
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João Oliveira | Portugal PRT | Die Linke im Europäischen Parlament (GUE/NGL) | 232 |
| 5 |
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Vytenis Povilas Andriukaitis | Litauen LTU | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 227 |
Alle Beiträge (140)
Fälle prorussischer Spionage im Europäischen Parlament (Aussprache)
Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Kommissar! Spionage, das klingt ja nach Abenteuer, aber nur im Film oder vielleicht in einem Buch. In Wirklichkeit ist es eines der größten Verbrechen, das man sich vorstellen kann, vor allem, wenn es in einer Demokratie Menschen gibt, die die freie Gesellschaft ausnutzen, um möglicherweise für das Regime eines Kriegsverbrechers, eines Diktators zu spionieren. Und wir wissen, es gibt Beispiele. Es gibt diese Voice of Europe, also eine Einrichtung in Prag, wo offensichtlich auch Abgeordnete aus europäischen Ländern, auch des Europäischen Parlaments, gearbeitet haben für diesen Wiktor Medwedtschuk, einen Putin-Freund, der Geld dafür ausgegeben hat, dass in Europa spioniert wird. In Österreich haben wir den Fall, der vom Magazin Profil aufgedeckt wurde. Ein ehemaliger Wirecard-Vorstand, also ein großer Betrüger, ist nach Moskau gegangen, arbeitet dort für den Geheimdienst, für den FSB, und arbeitet jetzt mit Leuten, die er in Österreich einsetzt, gegen unser Land. Lasst plakatieren gegen Österreich etc. etc. Versucht auch Sabotageakte auszuführen. Wir müssen sagen, theoretisch sind wir die Schwächeren, denn wir sind in einer offenen Gesellschaft. Wir wollen natürlich, dass alle Menschen die Freiheit genießen, aber in Wirklichkeit ist diese regelbasierte Ordnung, glaube ich, auch unsere Stärke, wenn wir sie nur richtig nutzen und wenn wir das Vertrauen in der Bevölkerung aufbauen. Und Herr Kommissar, ich will wirklich, dass wir gemeinsam diesen Democracy Shield, diesen Schild für unsere Demokratie, aufbauen, die Kommission mit unserem Parlament, dass wir das als Parlament auch genau organisieren, dass wir das auch genau überprüfen, dass wir hier zusammenarbeiten. Und dann, glaube ich, können wir uns auch gegen jede Form von Spionage wehren.
Verschärfung der Demokratiekrise in Georgien (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Minister, es begann als georgischer Traum, aber es stellte sich als georgischer Albtraum heraus. Aber es gibt Hoffnung – wir sehen, dass es jetzt 385 Tage her ist, seit die Menschen begonnen haben, auf die Straße zu gehen. Sie sind so mutig; Ich bewundere sie wirklich. Manchmal frage ich mich: Was würde ich tun? Würde ich Angst haben? Würde ich tun, was sie tun? Sie sind mutig. Sie kämpfen für Demokratie. Die sogenannte russische Welt schlich sich in dieser Zeit in Tiflis ein, nicht mit Panzern, sondern durch die Hände eines russischen Oligarchen mit seinem Albtraum. Aber die Georgier haben eine europäische Zukunft, und das wissen wir. Auf der anderen Seite gibt es hier niemanden von den rechten Parteien. Nur einer war hier und er erklärte, was die Russen wollen; Er erklärte die „russkiy mir“. Und das sollte uns daran erinnern, dass unsere Demokratie auch nicht selbstverständlich ist. Wir müssen dafür arbeiten, wir müssen dafür kämpfen und wir müssen verstehen, was sie wollen. Sie wollen auch, dass wir in einer „russkiy mir“, Europa wird frei und geeint sein, wenn wir zusammenarbeiten.
Vorbereitung der Tagung des Europäischen Rates vom 18./19. Dezember 2025, insbesondere der notwendigen Unterstützung der Ukraine, der transatlantischen Beziehungen und der strategischen Autonomie der EU (Aussprache)
Herr Präsident, ich denke immer noch an die Amerikaner, die dazu beigetragen haben, Europa zu befreien, die zum Wiederaufbau unseres Kontinents beigetragen haben. Sie waren unsere Freunde, die USA, die für Demokratie und Freiheit standen. Und dann kam Trump. Er sagte, Europa sei gegründet worden, um die Vereinigten Staaten zu verarschen. Wir wissen, dass er nichts über die Geschichte weiß, aber wir wissen auch, dass es viele Amerikaner gibt, die immer noch für gute Beziehungen zu Europa sind, und das sage ich: Wir brauchen bessere Beziehungen zu kulturellen Einrichtungen, zu Studenten, zu jungen Menschen, zu zivilen Organisationen, zu den Amerikanern in der Mehrheit. Sie sind immer noch unsere Freunde. Und es muss klar sein: Die Europäer arbeiten für den Frieden. Trump arbeitet mit Putin zusammen, um Geschäfte in der Ukraine zu machen. Wir Europäer wollen Frieden in der Ukraine, und das ist wichtig. Und es muss das russische Geld sein, um die Ukraine wieder aufzubauen, und hier denke ich, dass wir in einer großen Mehrheit sind. Vive l'Europe.
Anhaltende hybride Angriffe auf Litauen seitens Belarus (Aussprache)
Mr President, dear Mr Commissioner, in 2019, Lukashenka was in Vienna and he said he wanted to position Belarus between Russia and Europe independently. As we know, after the 2020 fraudulent elections, he subordinated himself to Putin. Ever since, he is one of the weapons of Putin against us here in Europe. Those attacks against Lithuania are terrible and we hear about them, but they are not only against Lithuania. We know he is very much against Poland. We know he tries to get migration refugees to the border to send people to Poland, so it is part of the master plan of Putin to destabilise Europe. And that's the reason why there is only one answer, and the answer is a common united Europe. We have to tell him, 'No, you have no chance because we are together. We will fight you together because we are European Union. We work together and solidarity – that's our European common solidarity.'
Verteidigungsbereitschaft der EU (gemeinsame Aussprache)
Herr Präsident! Frau Exekutiv-Vizepräsidentin! Ich komme aus Österreich, einem neutralen Land. Das steht in der Verfassung. Aber wir haben im Jahr 2010 unsere Verfassung auch geändert mit einem Paragraphen, wo klar drinnen steht, dass wir Teil der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sind. Und das ist in dieser Europäischen Union sehr wichtig. Denn: Auch meine österreichische Heimat wird bedroht, ganz konkret von Russland. Erst in dieser Woche hat ein österreichisches Magazin beschrieben, wie ein Österreicher, der in Moskau für den Geheimdienst arbeitet, Sabotageakte und Desinformationsakte in Österreich verübt, auch um die Menschen gegen die Ukraine aufzubringen. Wir wissen, dass es andere Aktivitäten, natürlich auch Desinformation, gegen Österreich gibt. Wir wissen, dass auch in Österreich Leute sind als Schläfer, die vielleicht noch einiges umsetzen wollen. Und deswegen müssen wir zusammenhalten. Deswegen ist auch klar, dass wir für ein militärisches Schengen sind. Da kann es nicht darum gehen, dass irgendwelche Formulare ausgefüllt werden, sondern es muss darum gehen, dass wir unsere gemeinsame europäische Heimat auch gemeinsam verteidigen müssen. Und dazu müssen wir bereit sein.
Verschärfte Unterdrückung der Bahá'í in Iran
Herr Präsident! Zunächst möchte ich eine Delegation von Baháʼí hier bei uns im Europäischen Parlament begrüßen: Frauen und Männer, die nicht mehr im Iran leben können. Es ist ein Mann dabei, der bis vor Kurzem auch im Gefängnis war. Vielen Dank, dass Sie da sind. Vielen Dank, dass Sie unsere... (Applaus) Vielen Dank, dass Sie bei uns sind und dass Sie auch Ihre Geschichten mit uns teilen. Verfolgt wurden die Mitglieder der Baháʼí schon früher, aber so systematisch, wie es das Mullah-Regime macht, so ist das erst jetzt. Über 1 200 Menschen wurden 2024 allein wegen ihres Glaubens verfolgt, eingeschüchtert, inhaftiert. Zwei Drittel der Inhaftierten sind Frauen. Sie erleben Folter, unfaire Prozesse, jahrzehntelange Haftstrafen. Friedhöfe werden geschändet, Eigentum konfisziert, Familien zerrissen. Das System der Mullahs – ein System, das auf Hass und Angst aufgebaut ist. Aber wir schauen nicht weg, wir verurteilen auch – ich glaube, wir sollten das wirklich machen – die Terrororganisation der Revolutionsgarde. Wer Unschuldige verfolgt, wer Folter und Hinrichtungen als Werkzeug der Unterdrückung nutzt, darf nicht weiter ungestraft bleiben. Unsere Botschaft ist sehr klar: Die Baháʼí sind nicht allein! Die Frauen im Iran sind nicht allein! Die Prinzipien der Baháʼí sind Harmonie und Freiheit – das wünschen wir allen Menschen im Iran.
EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen nach 2024 (Aussprache)
Frau Präsidentin, Frau Kommissarin! Sie haben gesagt, es ist ja einiges weitergegangen, aber ich glaube, es fehlt noch viel. Ich glaube, es beginnt schon damit, dass wir sagen, das Wort heißt Inklusion: Wie geht eine Gesellschaft mit unterschiedlichen Menschen um? Tut man Einzelne aussortieren? Und das beginnt in der Schule. Ich muss Ihnen sagen, wir wissen ja, es gibt diese UNO-Konvention, und ich weiß es von meinem Land leider: Wir haben sie nicht umgesetzt. Andere Länder haben sie auch nicht umgesetzt. Aber umgekehrt heißt Europa für mich ja auch voneinander lernen. Ein besonders gutes Vorbild ist interessanterweise Südtirol, wo junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen – ist auch ein schöneres Wort als Behinderte, special needs, you don't like it, aber jedenfalls, es sind andere Bedürfnisse –, wo diese jungen Menschen besonders gefördert werden. Das ist in Südtirol der Fall. Der Landeshauptmann sagt, er ist betroffen, aber er steht auch dazu. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir voneinander lernen. Deswegen: Bitte beginnen wir bei den jungen Menschen. Schicken Sie jemanden nach Südtirol und dann schicken Sie ihn in alle anderen Länder und sagen, sie sollen es besser machen. Weil, ich glaube, fast alle Länder Europas müssen noch einiges dazulernen.
Standpunkt der EU zu dem vorgeschlagenen Plan sowie Einsatz der EU für einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine (Aussprache)
Madam President, the huge majority in Europe wants peace and the huge majority in this House wants peace. But Putin wants war, and the right-wing extremists support Putin. I did not hear one critical word about Putin. They support the war criminal. The US's Witkoff is not a negotiator. He wants to make deals with his former friends in Russia. That is dangerous for Europe, and we must understand that. Then I heard from Hungarians about corruption in Ukraine. Yes, there is corruption in Ukraine, but there are very strong institutions, NABU and SAPO, fighting corruption. So I ask the people from Hungary here, the Orbán people: go to Ukraine, go to Kyiv, look how it is to fight corruption instead of being corrupt. Then you will have a huge advantage.
Standpunkt der EU zu dem vorgeschlagenen Plan sowie Einsatz der EU für einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine (Aussprache)
Herr Neuhoff, Sie waren ja gerade in Russland, in Sotschi – da waren nicht alle begeistert von Ihrer Partei. Haben Sie auch den Herrn Medwedew getroffen? Und haben Sie mit Russen gesprochen, warum die immer drohen, dass sie auch Berlin zerstören wollen etc.? Und dann wollte ich Sie noch fragen zu einem Zitat des AfD-Politikers Lucassen. Der sagt nämlich: Mir ist kaum jemand bekannt, der sich so leidenschaftlich für den Sieg der Russischen Föderation einsetzt wie Herr Neuhoff. Sie haben es jetzt gerade wieder bewiesen. Was sagen Sie zu dem Zitat, und haben Sie auch versucht, FPÖ-Kollegen mitzunehmen nach Russland?
Mitteilung über den Schutzschild für die Demokratie (Aussprache)
Ms Ehlers, have you ever been to Moldova? Did you understand how the Russians interfered there in the elections? Do you know what the Russian Trollfabrik is? Have you ever heard about all these Russian bots from Nigeria and from other countries? Do you know how well organised they are? Do you know what people like Dugin write in the internet? That all Ukrainians should be killed. This is Russia. This is disinformation. Is it good or bad?
Mitteilung über den Schutzschild für die Demokratie (Aussprache)
Mr President, dear colleagues, dear Commissioner, yes, we will build a shield for democracy. We will build it together – the Commission and the Parliament. There are Members in this House who suffered under the communist dictatorship, and the really sad thing is that many of them have forgotten it; some of them sit in Hungary. And now they support the Putin dictatorship. Putin wants to destroy our democracy. He has said it often enough. His people have said it often enough. So believe at least your friend Putin, because, as far as that is concerned, it is very open. So, we need this centre for resilience. It will be the right platform. Let's build it as quickly as possible. The Russian system has billions of euros, works very precise lies and disinformation on Western platforms with fake accounts. Now we see it – Africa, Asia, bots – and the right-wing people parrot the Russian lies. And there's more: on these digital platforms, there is also sabotage and even murder. So, we have to work together. Tell it also to the Americans and the American platforms: 'we will not be blackmailed by you, Mr Trump'.
Ausführungen von einer Minute zu Fragen von politischer Bedeutung
Madam President, I want to speak about Europe and the former land of the free. The land of the free was the United States and we know it: great democracy, rule of law, checks and balances and a very good partnership with Europe. And I speak about it, and I know it – I used to be a tour guide in the United States. I studied at two universities and everything was great. And then comes this Mr Trump. And what did he say? 'The EU was founded to screw the United States.' He knows nothing about history because we know the reasons why the European Union was founded. What did he do? No free trade anymore and tariffs. What did he do? No partnership with Europe anymore. And he wants to throw Ukraine under the bus of Putin; no democracy anymore. And that's the point where we, the Europeans, have to be strong. And I really ask the Commission to be very united and very strong against the bully in the White House. He tells us not to follow our laws. You know, we never had that before. He tells us not to follow our laws. He talks to the Russians and follows what the Russians want. So we need a strong and united Europe, and I really ask the Commission to be strong and united.
Feststellung der eindeutigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Werte, auf die sich die Union gründet, durch Ungarn (Aussprache)
Ich habe nur zwei Fragen. Das Erste: Wissen Sie, wie viele Menschen Ungarn verlassen haben zwischen 2015 und 2023? Wenn Sie es nicht wissen, kann ich es Ihnen sagen: Es waren 400 000 Menschen. Die zweite Frage, weil die Frau Khan gesagt hat, sie würde sich in Wien nicht wohlfühlen: Wissen Sie, wer in den letzten Jahren zur lebenswertesten Stadt weltweit gewählt wurde? Und kennen Sie die Mercer-Studie, auf welchem Platz der sichersten Städte der Welt Wien liegt und ob Budapest davor oder danach liegt – wissen Sie es?
Feststellung der eindeutigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Werte, auf die sich die Union gründet, durch Ungarn (Aussprache)
Also in Österreich würde man für das Wort „Heuchelei“ einen Ordnungsruf bekommen, um damit zu beginnen. Und das nächste: Ja, die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn funktioniert überhaupt nicht. Die Justiz ist unter dem Griff Orbáns. Er regiert mit Dekreten – fünf Jahre nach der Pandemie regiert er noch immer mit Dekreten. Das muss man sich einmal vorstellen. Und was die Wirtschaftslage betrifft, ist es besonders schlimm. Und dann – ich weiß, auch in Österreich haben es Journalisten nicht immer leicht, aber man kann in die Öffentlichkeit gehen und man wird nicht gleich rausgeschmissen. Das, was in Ungarn passiert, ist, dass die Medien, alle, die sich in den Medien kritisch äußern – mit denen es ist vorbei. Noch einmal, ein Österreich, das zu einem Ungarn würde, wäre ein Österreich, wo die Leute davonlaufen, wo die Wirtschaft kaputt ist und wo das Gesundheitssystem kaputt ist und unsere wunderbare Demokratie auch kaputt wäre. Wir werden für Österreich und für die EU, für Österreich in der EU kämpfen.
Feststellung der eindeutigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Werte, auf die sich die Union gründet, durch Ungarn (Aussprache)
Herr Präsident! Ungarn ist ein wunderschönes Land: eine große Geschichte, mutige Menschen – und was hat Orbán daraus gemacht? Es laufen die Menschen davon – Hunderttausende in den letzten Jahren! Die Wirtschaft stagniert, das Gesundheitssystem ist kaputt, und die Korruption ist so irre groß wie sonst nirgends in Europa. Und das alles läuft natürlich nach einem autoritären playbook, auch das ist einfach: Spaltung der Gesellschaft, ein Außenfeind – Brüssel –, die Universitäten werden kaputt gemacht, was für die nächste Generation besonders gefährlich ist, und die Medien selbstverständlich auch. Die Frau Viktória Serdült hat genau beschrieben: In diesen Medien muss die Regierung gefragt werden, was man einen Minister fragen darf und was nicht, und wenn man es anders macht, dann wird man hinausgeschmissen. Dann sucht sich der Orbán noch autoritäre Partner, wie zum Beispiel Russland oder China, wo er sich hoch verschuldet hat. Aber das, was mich als Österreicher trifft: Die FPÖ kommt dann und sagt, Orbán ist ein Vorbild. Das heißt, die wollen ein korruptes Land, wo alles kaputt ist und die Leute davonlaufen. Das müssen wir verhindern! Nein, das, was Orbán aus Ungarn gemacht hat, das darf mit Österreich nicht passieren und auch mit keinem anderen Land dieser wunderbaren EU!
Schlussfolgerungen der Tagung des Europäischen Rates vom 23. Oktober 2025 (Aussprache)
Herr Präsident! Der Herr Vilimsky von den Nicht-Patrioten hat zuerst über Korruption in der Ukraine gesprochen. Ja, die gibt es. Aber sie wird dort aufgeklärt, während sie in Ländern wie Ungarn und anderen, wo die Nicht-Patrioten sind, eben nicht aufgeklärt wird. Aber es geht um Menschen. Wir haben in dieser Woche wieder Vertreterinnen aus der Ukraine gehabt, die uns im Detail erzählt haben von den 20 000 entführten Kindern, die in Russland leiden, von jungen Buben, die dort zu Soldaten erzogen werden. Es ist ein Journalist entführt worden, Dmytro Khyliuk, er ist in einen Gulag gekommen. Dort hat man zu ihm gesagt: Willkommen in Buchenwald! Für diejenigen, die nicht mehr wissen, was das war, das war ein ganz schlimmes KZ. So werden die Menschen von den Russen behandelt, und die Ukrainer wollen nicht unter dem Putin‑Terrorregime leben. Deswegen, Herr Kommissar, müssen wir alles dafür tun, diesen Kindern zu helfen und endlich die russischen Assets auch der Ukraine zur Verfügung stellen. Verstecken Sie sich nicht mehr. Helfen Sie den Kindern! Das werden Sie doch verstehen, oder?
Mutmaßliche Spionagetätigkeiten der ungarischen Regierung in den EU-Institutionen (Aussprache)
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es gibt Mutige und weniger Mutige – das ist halt einmal so. Der Herr Orbán – um bei Orbán zu sein –, der ist natürlich einer der weniger Mutigen. Und er ist einer, der weder Europa mag noch mag er eine Gemeinschaft. Und deswegen ist es ganz logisch, dass er natürlich gegen unsere Europäische Union auch spioniert. Und logisch ist auch, dass er Feindbilder sucht. Und natürlich ist Europa ein Feindbild, wenn du so erfolglos bist, dass du das ärmste Land in der EU hast, wenn du so erfolglos bist, dass das Gesundheitssystem kaputt ist – und dann muss er sich noch bei China verschulden, weil er kein Geld mehr hat. Das ist übrigens die nächste Idee: Was bekommt denn China dafür? Was Russland dafür bekommt, dass er hier den russischen Agenten spielt, das wissen wir. Wir wissen, dass er auch versucht hat, gegen die Ukraine zu agitieren. Und wir kennen ja auch Großungarn, er will natürlich auch ein Stück der Ukraine haben. Der Mann ist gefährlich, und das müssen wir endlich verstehen. Und ich verstehe natürlich auch nicht, dass die anderen Länder das nicht endlich aufgreifen. Wir müssen uns dagegen wehren. Wir müssen uns dagegen wehren, dass er uns auch an Putin ausliefert. Und am schlimmsten ist, wenn dann die Rechtsextremen mit Soros kommen – ein bisschen Antisemitismus auch noch herein. Das ist unwürdig für dieses Haus, das ist unwürdig. Und wir wehren uns dagegen, dass Orbán uns an Putin ausliefert.
Antrag auf Aufhebung der Immunität
Präsidentin Metsola, liebe Kollegen, ich weiß, dass es einige Leute in diesem Haus gibt, die einen Kriegsverbrecher unterstützen und Russland unterstützen, aber was eine unserer Kollegen, Frau Şoşoacă, kürzlich in Moskau getan hat, ist noch mehr. Ich zitiere die Kiewer Post: "Wenn Präsident Selenskyj in meinem Parlament sprechen würde, würde ich ihm die Beine brechen." Es ist also eine Ankündigung von körperlicher Gewalt gegen die Person, es ist eine Ankündigung von körperlicher Gewalt gegen einen gewählten Präsidenten, und ich denke, das sollten wir alle wissen. Ich bin sicher, Präsident Metsola, Sie wissen, was richtig ist.
10. Jahrestag der Inhaftierung des schwedischen Verlegers Gui Minhai in China
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen, am 17. Oktober sind zehn Jahre vergangen, seit der schwedische Autor und Verleger Gui Minhai bei seinem Besuch in Thailand von chinesischen Agenten entführt wurde. Was wird ihm vorgeworfen? Bücher schreiben und verkaufen, was ich für sehr wichtig halte, und vor allem, wenn man Bücher über die Diktatur schreibt und verkauft. Und China ist eine Diktatur, und sie erweisen sich als Diktatur, weil sie ihn aus einem anderen Land entführt haben. An diesem 10. Jahrestag fordern wir seine sofortige und bedingungslose Freilassung, konsularischen Zugang und unabhängige medizinische Versorgung. Wenn ich heute mit chinesischen Diplomaten spreche, sagen sie mir, dass sie mehr Handel und bessere Beziehungen zu Europa haben wollen. Sie sagen uns: 'Amerika ist nicht mehr dein Freund. Warum arbeiten wir nicht zusammen?" Ja, aber wir wollen nicht mit einer brutalen Diktatur zusammenarbeiten. Wir wollen nicht mit einem Land zusammenarbeiten, das jeden kritischen Autor ins Gefängnis steckt. Deshalb bin ich stolz darauf, dass dieses Haus, vereint, hinter dieser Botschaft stehen kann. Ich sehe niemanden von den Rechtsextremisten. Wir werden sehen. Dafür sind sie nicht da, was auch interessant ist. Niemand muss wegen der Ausübung seiner Freiheit und seines Ausdrucks inhaftiert werden.
Humanitäre und sicherheitspolitische Lage in Haiti, insbesondere die zunehmende Macht krimineller Banden und das jüngste Massaker in Cabaret
Frau Präsidentin, Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen und Kollegen, Haiti steht nicht nur vor einer Krise. Der Staat versagt, die Institutionen kollabieren und die Großkriminellen regieren ungestraft. Die Massaker von Cabaret, wo unschuldige Leben brutal gemäht wurden, sind keine isolierte Tragödie. Dies ist ein Symptom für ein Land, in dem die Rechtsstaatlichkeit verschwunden ist und es keine Justiz mehr gibt. Was ist zu tun? Erstens braucht die Bevölkerung Haitis Gerechtigkeit. Die Täter müssen die Konsequenzen tragen. Zweitens müssen wir den Kreislauf der Gewalt durchbrechen. Drittens müssen wir das haitianische Volk unterstützen. Die Europäische Union muss die humanitäre Soforthilfe verstärken und den sicheren Zugang für humanitäre Helfer gewährleisten.
EU-Strategie hinsichtlich der nuklearen Bedrohung durch Iran und Umsetzung der EU-Sanktionen auf der Grundlage des „Snapback“-Mechanismus (Aussprache)
Zunächst war es der Iran, der die Hisbollah und die Hamas finanzierte. Sie forderten die Hamas auf, die schrecklichen Verbrechen vom 7. Oktober zu begehen. Und dann reagierte Israel. Nein, ich bin nicht dafür, Gaza zu bombardieren. Aber Israel hat ein Existenzrecht, und es ist unsere Aufgabe, alles zu tun, damit Israel die Möglichkeit hat zu existieren. Und der Iran hat nicht die Möglichkeit, alle Juden und alle Israelis auszulöschen, denn das ist ihr Plan. Und da müssen wir ganz klar sein.
EU-Strategie hinsichtlich der nuklearen Bedrohung durch Iran und Umsetzung der EU-Sanktionen auf der Grundlage des „Snapback“-Mechanismus (Aussprache)
Frau Präsidentin, Frau Kommissarin, Frau Ministerin! Der Iran darf niemals Atomwaffen besitzen. Darüber sind wir uns ja hoffentlich einig. Das ist ein Terrorregime, das nicht nur die Opposition, die Menschen, die Frauen im eigenen Land umbringt, terrorisiert und ihnen kein normales Leben ermöglicht, sondern – und der Herr Kollege Botenga will das nicht verstehen – auch verspricht, alle Menschen in Israel ermorden zu wollen und Israel auszulöschen. Das ist das Programm der Mullahs, und deswegen ist das nicht irgendein Regime. Dieses Regime darf keine Atomwaffen haben. Wir wissen, jedes diktatorische Regime wird das zur Erpressung anderer verwenden und zu sonst nichts. Wir wissen – auch das haben die beiden Damen angesprochen –, ja, es gab diesen JCPOA‑Versuch, und den hat Trump leider kaputtgemacht. Deswegen muss man natürlich versuchen – wenn es eine Möglichkeit gibt –, irgendwie den Iran zu kontrollieren. Aber eines ist auch wichtig: Diese Revolutionsgarden müssen auf die Sanktionsliste, weil sie die Wirtschaft des Iran beherrschen. Solange wir die nicht auf die Sanktionsliste geben, haben die Sanktionen auch keinen Sinn. Also: Die Terrororganisation der Revolutionsgarden muss sanktioniert werden.
Geeinte Reaktion auf die jüngsten Verletzungen des Luftraums und die jüngsten Bedrohungen der kritischen Infrastruktur der EU-Mitgliedstaaten durch Russland (Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Wir haben heute in dieser Diskussion nicht nur erlebt, dass Putin uns mit hybridem Krieg bedroht, sondern auch, dass er hier Freunde hat und Marionetten sitzen hat. Zumindest zwei Parteien in diesem Haus, die österreichische FPÖ und die italienische Lega, haben einen Vertrag mit der Partei Putins, und da steht unter anderem drin, die Jugend soll gemeinsam zur Stärkung der Freundschaft der jungen Generationen im Geiste des Patriotismus erzogen werden. Das heißt, der Putin, der seine Jugend in den Krieg zum Morden schickt und der die Ukrainerinnen und Ukrainer ermorden lässt, der soll gemeinsam mit der FPÖ und der Lega die Jugend erziehen. Das muss man sich einmal vorstellen. Und das sind die Leute, die hier in dem Parlament sitzen. Und wir wissen, auch Orbán hat sich ausgeliefert. Es ist heute sehr viel von Einheit die Rede gewesen. Die sogenannten Patrioten sind Verräter. Wir in Europa müssen zusammenhalten, denn es gibt diese Bedrohung durch Putin – wir wissen es jetzt auch. Aber die Bedrohung ist nicht nur von außen, sondern sie ist auch von den Verrätern von innen.
Zunehmender Antisemitismus in Europa (Aussprache)
Herr Kollege, ich wollte Sie fragen, ob Ihnen das bekannt war von Ihrem Parteikollegen Mazurek, was der in Auschwitz gemacht hat. Ich würde Sie auch gerne fragen, was Sie dazu sagen, dass ein Parteifreund von Ihnen das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus sein will. Wie werden Sie in Ihrer Fraktion – weil Sie wollen ja regieren, haben Sie gerade gesagt –, wie werden Sie mit diesen vielen Formen des Antisemitismus, des Rassismus umgehen, und wie stehen Sie zu den Identitären, wo man ja auch immer den Antisemitismus hört, der auch mit der AfD verbunden ist?
Zunehmender Antisemitismus in Europa (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar! Antisemitismus gab es in Europa schon lange vor dem Holocaust. Ich weiß das von meinem Freund Ari Rath, 1925 in Wien geboren. Er musste in der Volksschule in eine sogenannte Judenklasse gehen, in einer Zeit, als die Christlich‑Sozialen ein sehr autoritäres, ein diktatorisches Regime geführt haben. Er hat auch immer erzählt, dass er gerade noch davongekommen ist – dann vor den Nazis natürlich. Aber begonnen hat es schon viel früher. Die Nazis haben es noch verschlimmert. Das ist die Lehre, die wir ziehen müssen: Wenn Antisemitismus wieder beginnt, dann wird es hier nicht stehen bleiben, sondern kann alles noch viel schlimmer werden. Deswegen ist es auch so gefährlich, wenn die Rechtsextremen diese antisemitischen Codes verwenden. Ich weiß, was sie meinen, wenn sie von der Ostküste sprechen. Ich weiß, was sie meinen, wenn sie Soros rufen. Ich weiß, was sie meinen, wenn sie sagen, die Globalisten sind‘s. Das höre ich auch in Österreich von der rechtsextremen Partei, das höre ich auch von den russischen Antisemiten. Da passen sie wieder zusammen. Unser aller Verantwortung ist es, dass Juden in diesen Tagen überall in Europa ihre Laubhütte bauen können. Wir sind am Laubhüttenfest, und die Rechtsextremen lachen darüber. Ich bin dafür, dass die Juden überall in Europa ihre Laubhütte bauen können, ohne dass sie auch unter ihren antisemitischen Codes leiden. Denn wahr ist: In allen Bereichen steigt der Antisemitismus, ja, von links, von Rechtsextremen und von den Migranten. Unsere Verantwortung ist, gegen all diese Formen von Antisemitismus aufzutreten.