23
Nov
2021
Ansehen
Multilaterale Verhandlungen im Vorfeld der 12. WTO-Ministerkonferenz vom 30. November bis zum 3. Dezember 2021 in Genf (Aussprache)
Herr Präsident, die Europäische Union wird zu einer Handelsmacht zweiter Klasse. Unser Handelsdefizit mit China nimmt zu. Unsere wirtschaftlichen Freiheiten stehen unter Druck und wir loben uns mit unerreichbaren Klimazielen. In den Tagen, als unser Kontinent noch eine industrielle Weltmacht war, bestimmten wir die Regeln und das Spielfeld. Gemeinsam mit unseren amerikanischen Verbündeten haben wir erklärt, wie Länder der Welt Geschäfte machen sollten. Aber wo der Westen den Freihandel als Win-Win-Situation sah, sieht China dies als Waffe, um uns zu ködern. Die Handelsbeziehungen zu China sind asymmetrisch geworden und es gibt keine gleichen Wettbewerbsbedingungen mehr. Wir stehen vor dem chinesischen Traum, der über Generationen hinausgeht. Dies spiegelt sich in den Plänen der Europäischen Kommission wider, die im Namen der EU an der 12. Ministerkonferenz teilnehmen wird. Die Kommission schränkt unseren Freihandel mit immer strengeren Klimaregeln und Klimasteuern ein und will die UN-Nachhaltigkeitsziele, eine Art kosmopolitische Wunschliste, mit ihr verknüpfen. Diese Barrieren haben wenig Einfluss auf das Klima, aber sie erhöhen die Kosten für unsere Unternehmen und werden von den Menschen zu Hause bezahlt. Wir fordern die Kommission auf, sich am Vorabend der 12. Tagung der Klimakonferenz nicht auf einen Klima-Weihnachtsbaum mit Überregulierung und bürokratischen Hindernissen zu begeben, sondern sich der Kernaufgabe zu verpflichten: Fairer Freihandel.