14
Mär
2024
Ansehen
Gesunde Lebensweise und aktives Altern in der EU (Aussprache)
Frau Präsidentin, Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Gesundheit unserer Bevölkerung sollte eine der Hauptaufgaben und Prioritäten unserer Mitgliedstaaten sein. Gesund alt zu werden ist ein Privileg, das nicht jeder genießt. Gerade deshalb wäre es wichtig, die Altenpflege wieder bezahlbar und zugänglich zu machen. Ein gesunder Lebensstil – der bei jedem natürlich anders aussehen kann – kann vorbeugend zu einem gesunden Leben und zu einem erträglichen und würdigen Altern beitragen. Doch was nützt der beste und gesündeste Lebensstil, wenn wir als EU das durch unsere Gesetze und Regelungen konterkarieren? Denn zahlreiche Studien zeigen, dass Stress katastrophal für die Gesundheit ist, und unsere Mitbürger hatten in den letzten Jahren unheimlich viel Stress. Erstens: Stress durch die Teuerung und gerade für die Rentner hohe Wohnungs- und Energiekosten. In Deutschland müssen daher viele Rentner inzwischen Pfandflaschen sammeln – gesund ist das sicher nicht. Zweitens: Stress wegen einer fragiler gewordenen Gesundheit infolge der Corona-Pandemie, der freiheitsentziehenden Lockdowns und des rigiden Impfregimes, das teilweise bis heute noch anhält. Und drittens: Ich muss es leider sagen: Stress, weil wir drohen, in einen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden, was besonders bei der älteren Generation die Furcht vor einem Dritten Weltkrieg heraufbeschwört. Und dieser Stress wird derzeit von unseren eigenen Regierungen und auch den EU-Institutionen verursacht. Noch einmal: Dieser Stress ist real, und er kann nicht gesund sein. Daher stelle ich die Frage: Warum unterhalten wir uns eigentlich überhaupt über einen gesunden Lebensstil und über das gesunde Altern, wenn wir doch die Grundvoraussetzungen dafür zerstören? Das ist im Grunde genommen genauso widersprüchlich, wie wenn wir versuchen wollten, eine Wunde zu heilen, die wir selbst geschlagen haben. Beenden wir so bald wie möglich die Stressfaktoren, und dann lassen wir die Menschen in unseren Ländern gesund und in Würde ihr Alter so gestalten, wie es ihnen am besten gefällt! Wir in der EU brauchen das nicht auch noch regeln oder meinen, wir müssten uns auch darum kümmern. Das machen unsere Alten schon selbst – und ich zähle mich selbst dazu, mit 68.