8
Okt
2024
Ansehen
Die Krise der Automobilindustrie der EU, mögliche Werksschließungen und die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Arbeitsplätze in Europa zu erhalten (Aussprache)
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Autoindustrie ist einer der wichtigsten Grundpfeiler der europäischen Wirtschaft, und insbesondere die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie muss uns am Herzen liegen. Deswegen kann uns die gegenwärtige Entwicklung nicht ruhen lassen. Die Frage ist: Woran liegt es? Zumindest in Deutschland gibt es eine Umfrage. Die Menschen sagen, neben Fehlern in der Industrie selber sind Entscheidungen der Mitgliedstaaten verantwortlich, eine absolut chaotische Förderpolitik und sehr hohe Strompreise. Die verhindern natürlich, dass man Elektroautos kauft. Das heißt meiner Ansicht nach, wir sollten nicht die Klimaziele aufgeben, insbesondere nicht das Ziel für 2030 und das Ziel für 2050. Die stehen auch bei uns in der EVP im Wahlprogramm. Wir haben eine Verantwortung für die Zukunft, für unsere Kinder und Enkelkinder. Viele Unternehmen, die sich auf Klimaschutz eingestellt haben, sollten wir eben jetzt auch nicht im Stich lassen. Aber wir müssen die Methode ändern. Wir brauchen Technologieneutralität, wir müssen das Verbot des Verbrenners abschaffen. Es ist möglich, den Verbrenner klimaneutral zu betreiben. Das geht mit klimaneutralen Kraftstoffen wie zum Beispiel E-Fuels. Dass wir nur am Auspuff messen, wie viel CO2 rauskommt, und uns gar nicht dafür interessieren, was vorher passiert ist, das kann doch nicht richtig sein. Deswegen brauchen wir eine Revision, und wir brauchen sie so schnell wie möglich.