Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden | |
|---|---|---|---|---|---|
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Lukas Sieper | Deutschland DEU | Fraktionslose Mitglieder (NI) | 390 |
| 2 |
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Juan Fernando López Aguilar | Spanien ESP | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 354 |
| 3 |
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Sebastian Tynkkynen | Finnland FIN | Europäische Konservative und Reformer (EKR) | 331 |
| 4 |
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João Oliveira | Portugal PRT | Die Linke im Europäischen Parlament (GUE/NGL) | 232 |
| 5 |
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Vytenis Povilas Andriukaitis | Litauen LTU | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 227 |
Alle Beiträge (82)
Gesundheitstourismus: Schutz von EU-Patienten im Ausland (Aussprache)
Herr Präsident, verehrte Kollegen! Die Kommission sorgt sich um Gesundheitsdienstleistungen im Tourismussektor – das klingt erst einmal gut. Wenn man sich aber die Details der EU-Pläne, um die es geht, anschaut: Es handelt sich eben wieder um eine Unmenge an Vorschriften, unklare Vorschriften, unklare Zuständigkeiten, unkonkrete Finanzierung, Kontrollen, Meldestellen. Es steht außer Frage; der Gesundheitstourismus ist, wie bekannt, ein boomender Markt in der EU. Rund 5 % im Tourismus werden mit Wellness und Gesundheit verdient, und dieser Anteil steigt ständig – betrachtet man die Demografie Europas. Die Kernfrage ist aber hier erneut: Ist der Gesundheitstourismus Aufgabe der EU? Wir sagen Nein. Wenn jemand aus Deutschland nach Ungarn zum Zahnarzt fährt, muss er sich informieren über die Risiken – die EU ist nicht der Erziehungsberechtigte der Europäer. Ein anderer betonter Punkt sind die Patientenrechte. Im Herbst 2024 fand z. B. in Brüssel extra dafür ein Workshop statt. Motto: Achtsamkeit von Patientenrechten. Wir sagen: Die Menschen sind selber intelligent genug, sich zu informieren. Und wenn jemand es nicht ist, dann ist es eben sein Problem – wir vertrauen den Europäern. Stark betont wird bei den aktuellen EU-Plänen der Aspekt der Sicherheit. Ich hätte da in puncto Sicherheit ein paar Vorschläge für den Herrn Kommissar. Gerade im grenzüberschreitenden Verkehr: Mehr Kontrollen an den EU-Außengrenzen – sogar wahrscheinlich – sorgen auch für mehr Sicherheit in Bezug auf die Einschleppung von Infektionskrankheiten. Und weiter: Mehr Eigenverantwortung für medizinische Einrichtungen, weniger bürokratische Kontrollen und vor allem weniger korrupte NGOs. Dass die EU gerade im Gesundheitswesen nur bedingt resilient ist, hat uns das Corona-Regime vor Augen geführt. Übrigens bis heute sind die Verträge von Frau von der Leyen mit den Pharmakonzernen unter Verschluss. Warum eigentlich? Wo bleibt hier die vielbeschworene Transparenz? Ich könnte mir Frau von der Leyen sehr gut mit einer Fußfessel vorstellen und immer mehr Europäer auch. Noch einmal zum Gesundheitstourismus: Lassen wir die Menschen selbst entscheiden, wo sie Wellnessurlaub machen oder zum Zahnarzt gehen. Der echte Europäer braucht weder betreutes Reisen noch betreutes Urlauben. Diese EU hat schon genug Bürokratie und Korruption auf dem Kerbholz. Grüner Tourismus, fairer Tourismus, nachhaltiger Tourismus. Die Menschen haben davon die Nase voll. Es hängt ihnen zum Halse raus, und ich kann das verstehen. Herr Kommissar, die Pläne, die Sie vorlegen, kann man nur ablehnen. Weg damit! Weniger EU ist immer mehr Europa.
Die Bedeutung der transeuropäischen Verkehrsinfrastruktur in Zeiten stagnierenden Wirtschaftswachstums und erheblicher Bedrohungen der Sicherheit Europas (Aussprache)
Verehrte Frau Präsidentin, geschätzte Kollegen! Während Europa mit stagnierender Wirtschaft und dem geopolitischen Blindflug der Kommission zu kämpfen hat, diskutieren wir heute über die Bedeutung transeuropäischer Verkehrsprojekte. Gerade so, als wären die Probleme in der Wirtschafts‑ und Verkehrspolitik einfach vom Himmel gefallen – aber so ist es nicht. Das sind allesamt Folgen falscher Politik. Egal ob Klimawahnsinn, dem Sanktionsregime oder von NGOs organisierte illegale Massenmigration – alles verschlingt Geld, was woanders fehlt. In meiner Heimat Sachsen stürzen Brücken ein; die Deutsche Bahn ist ein Schatten ihrer selbst. Dennoch will Brüssel hunderte Milliarden für irgendwelche Rüstungsprojekte ausgeben. Die EU fordert gemeinsame Schulden für Verteidigung und Infrastruktur, doch die Zeche zahlen am Ende immer deutsche Steuerzahler. Gleichzeitig bedrohen Rezession und illegale Migration in Europa unseren Wohlstand und unsere Sicherheit. Bekämpfen wir zuerst die realen Probleme für die Bürger Europas. Rezession mit kluger Wirtschaftspolitik, illegale Migration mit Remigration und korrupte Eurokraten mit Justitia.
Europäischer Pakt für die Meere (Aussprache)
Herr Präsident, verehrte Kollegen! Die Kommission fühlt sich für alles zuständig, und nur sie weiß, was gut ist für die ganze Welt – welche Bescheidenheit. Nun also ein Pakt für die Ozeane. Dabei liegen nur eine Handvoll Mitgliedsländer am Atlantik. Ganz bescheiden nennt sich die EU allen Ernstes im Text „Global Champion der Nachhaltigkeit“. Köstlich. Was will die Kommission? Unter anderem will sie erstens Fishers of the Future, den neuen Menschen in der Fischerei. In der Sowjetunion hieß das noch Homo sovieticus – der Ausgang ist bekannt. Dann will die Kommission soziale Standards im Pakt einbauen – da könnte man drüber reden –, und natürlich – das finde ich wirklich abstoßend – soll alles vor allem von korrupten NGOs durchgesetzt werden. Herr Kommissar, das ist wirklich ein starkes Stück. Sie sprachen im Pakt von Visionen. Sie sprachen die Aquakultur an, das propagieren Sie. Bravo! Die Realität sieht freilich anders aus. Wir verlieren aktuell den Anschluss bei Aquakulturen weltweit. Die Kommission ist wie immer spät dran. Der größte Unsinn im Pakt ist allerdings die Idee We interact with the Oceans. Meine Damen und Herren, die Natur regelt ihre Änderungen selbst, das Klima ändert sich mit und ohne Menschen, und Fische passen sich an wie seit Millionen von Jahren.
Schlussfolgerungen der Tagung des Europäischen Rates vom 20. März 2025 (Aussprache)
Frau Präsidentin! Schade, dass Frau von der Leyen bei der ersten kritischen Anmerkung von meinem Kollegen zu ihrer schändlichen Politik hier aus dem Parlament geflüchtet ist, aber vielleicht übt sie schon für später. Von der Leyen will nun 800 Milliarden in die Aufrüstung der EU stecken. Dabei möchte ich fragen: Wie viel Euro werden am Ende davon in ihrer Tasche landen? Denn schließlich wird sie ja wegen Korruption gejagt. Wir müssen Bürokratie und Korruption in der EU bekämpfen; die USA zeigen uns, wie es geht – mit DOGE. Solange das nicht erfolgt, können wir weitere Billionen und Milliarden an Euro der europäischen Steuerzahler in das System kippen, ohne sichtbare Erfolge. Daher hoffe ich als erstes, dass die Europäer Frau von der Leyen aus ihrem Amt vertreiben, und ich hoffe auf Justitia, dass Frau von der Leyen demnächst eine Fußfessel tragen muss.
Aktionsplan für erschwingliche Energie (Aussprache)
Herr Kollege, ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber es ist Ihnen sicherlich entgangen, dass wir in Zeiten des Kalten Krieges mit der früheren Sowjetunion – die ja durchaus deutlich aggressiver gegenüber dem Westen auftrat als das heutige Russland das eigentlich tut – sehr, sehr gute Verträge gehabt haben. Ich weiß nicht, wo hier das Problem ist. Also, für uns ist wichtig, dass wir unseren Verbrauchern günstige Energie zur Verfügung stellen. Die Administration in den USA hat das erkannt. Wir hoffen sehr als deutsche Volksvertreter, dass Nordstream 2 repariert wird und dass wir dann dort gemeinsam als amerikanisch‑russisches Projekt Nordstream 2 wieder günstige Energie beziehen können. Das ist eine absolute Frage der Souveränität; günstige Energie ist auch eine Form von Souveränität.
Aktionsplan für erschwingliche Energie (Aussprache)
Herr Präsident, verehrte Kollegen! Das einzig Richtige im Aktionsplan für erschwingliche Energie ist die Feststellung der Tatsache, dass es zu hohe Energiepreise gibt. Falsch im Plan sind dagegen die Ursachen, die genannt werden, z. B. Verbrauch der Konsumenten oder gar das Wetter – was für ein Unfug steht da drin! Richtig ist: Die ganze Energiepolitik der EU ist falsch. Falsch ist besonders die Abkopplung von günstigen Gas- und Ölimporten aus Russland. Daher sagen wir: Wettbewerbskompass – weg damit! Aktionspläne – weg damit! Flaggschiffprojekte oder Pilotprogramme – weg damit! Die EU muss einfach ökonomisch denken, profitorientiert und nicht grün-ideologisch. Wir brauchen Marktwirtschaft statt Planwirtschaft, weg mit dem grünen Energiesozialismus. Die Lösung in der Energiefrage ist nicht clean energy, sondern cheap energy. Solange das die Kommission nicht begreift, wäre es bei den Aktivitäten der Kommission für die Menschen besser, Sie würden gar nichts tun. Die fossilen Brennstoffe sind nicht das Problem, sondern die Fossile in der Kommission sind das Problem – da darf sich der Herr Kommissar ruhig angesprochen fühlen. Und man kann daher nur hoffen, dass die aussterben wie die Dinosaurier.
Eine Vision für Landwirtschaft und Ernährung (Aussprache)
Herr Everding, vielen Dank für Ihre Ausführungen von Ihren Visionen, von denen Sie sprachen. Mich interessiert eigentlich nur: Was unterscheidet denn Ihre Vision von einer Landwirtschaft von der Landwirtschaft in Nordkorea?
Grenzüberschreitende Anerkennung von Personenstandsurkunden gleichgeschlechtlicher Paare und ihrer Kinder im Hoheitsgebiet der EU (Aussprache)
Frau Präsidentin! Verehrte Kollegen! Ich wundere mich schon, dass wir heute die Tagesordnung nicht geändert haben. Sie haben es wahrscheinlich mitbekommen: Ein Weltereignis von Weltrang hat sich gestern ereignet. Die Präsidenten Trump und Putin werden einen Friedensprozess in Gang setzen, was die Ukraine betrifft. Die Kommission, das Parlament, die EU spielen dabei keine Rolle. Da hätte ich mir ehrlich gesagt gewünscht, dass wir heute über dieses Thema reden. Nun ist es so. Wir reden jetzt heute über das Problem gleichgeschlechtlicher Paare. Die Kommission propagiert jeden Tag pausenlos ihre EU-Werte und will sie möglichst global durchsetzen. Was für eine Vermessenheit! Dass dadurch Abkommen verhindert werden, oft die Wirtschaft der EU Schaden nimmt, ist der Kommission dabei vollkommen egal. Dabei scheint die Kommission nicht zu interessieren, dass die Mehrheit der Länder auf der Welt andere Werte als diese EU hat. Dies gilt insbesondere für den Bereich Familie. Sechs Länder haben nicht der Idee von gleichgeschlechtlichen Ehen zugestimmt, darunter Bulgarien, Rumänien und Polen. Diese Länder haben andere Traditionen. Warum kann man das nicht respektieren? Diese EU macht doch immer Reklame für Einheit in Vielfalt. Gilt das normale und traditionelle Familienbild aus Mutter, Vater, Kindern, das in Europa seit Anbeginn der Zeit herrscht, nicht als schützenswerter Teil einer Vielfalt? Warum werden hier Länder wie Rumänien bedroht, die ihre Verfassung verändern müssen? Das finden wir übergriffig, das ist widerlich, das ist abzulehnen. Um es klar zu sagen: Niemand soll diskriminiert werden. Es soll aber auch niemand bevorzugt werden. Gleichbehandlung für jedermann. Diese EU will nun grenzüberschreitend, dass alle privaten Lebensformen überall in der EU anerkannt werden. Nein, das soll jedes Land selbst entscheiden. Das ist eine nationale Aufgabe der Mitgliedsländer. Diese EU, solange sie noch besteht, soll sich auf ihre Kernkompetenzen, wenn sie die denn hat, konzentrieren und sich nicht in das Privatleben der Bürger einmischen. Wir respektieren das Privatleben aller Bürger. Wir stehen aber auch für Familie aus Mutter, Vater, Kindern. Die Souveränität einer Nation heißt auch Souveränität in den Familienfragen und Respekt vor Privatangelegenheiten seiner Bürger. Und von dieser Stelle aus möchte ich meinen Landsleuten zurufen: Wenn Sie Freiheit, Frieden und Souveränität große Beachtung schenken, haben Sie nächste Woche am Sonntag die Gelegenheit. Wir sagen dazu: Von den Alpen bis zur See wählen alle AfD. Oder in einfacher Sprache: Sei schlau, wähl blau!
Fortsetzung der unerschütterlichen EU-Unterstützung für die Ukraine drei Jahre nach dem Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine (Aussprache)
Herr Präsident! Ich möchte mich an den Kollegen Gahler wenden. Sie hatten leidenschaftlich gerufen: Slawa Ukrajini. Ich möchte Sie daran erinnern, dass dieser Begriff von der Organisation Ukrainischer Nationalisten – 1929 gegründet – verwendet wurde. Diese Organisation verfolgte Polen, Juden, Sinti und Roma. In deren Kontinuität stehen Menschen wie Sie, die hier ausrufen Slawa Ukrajini. Der Kollege Lopatka darf sich da ruhig mitangesprochen fühlen. Jeden Monat gibt es nun hier in dem Hohen Haus eine Debatte zur Ukraine, und am Ende wird der Krieg ohne die EU-Kommission und ohne dieses sogenannte Parlament hier beendet werden. Die Präsidenten Putin und Trump werden einen Deal schließen, den Krieg beenden, und Europa spielt in Europa keine Rolle. Meine Damen und Herren, liebe Kollegen, darüber sollten wir hier in diesem Parlament mal diskutieren.
Europäische Zentralbank – Jahresbericht 2024 (Aussprache)
Herr Präsident! Madame Lagarde, ich hatte Ihrem Bericht gelauscht, und ich muss ehrlich sagen, ich hatte Mühe, nicht einzuschlafen. Wenn wir zu unserem wichtigsten Partner, den USA, schauen: Dort gibt es Aufbruch, dort wird aufgeräumt, dort wird gerade das goldene Zeitalter ausgerufen. Die USA bereiten gerade ihren Platz in der neuen Welt des 21. Jahrhunderts. Lagardes Bericht fehlt jede positive Vision für die Zukunft Europas: kein Wort zum Ende des Green Deals durch Donald Trump, kein Wort dazu, dass BlackRock, Vanguard – große Investoren – in Zukunft nicht mehr in grünen Klimairrsinn investieren werden. Ein bisschen Resilienzgedöns, ein bisschen Digitalisierungsblabla und Wettbewerbsappelle sind zu wenig. Madame Lagardes Rede war blutleer und hoffnungslos. Es kann einem damit nur angst und bange werden um die Zukunft Europas.
Große Anfragen (Aussprache)
Herr Präsident! Ich hatte selber die Gelegenheit, als Bundestagsabgeordneter die litauische Außengrenze, die bulgarische Außengrenze zu besuchen, und es gab immer Kritik an den Finanzierungsmöglichkeiten durch die EU, dass eben zu viel humanitäre Maßnahmen gefördert wurden, aber kein robuster Grenzschutz. Insofern sind die Ausführungen von Politkommissar Brunner ein kleiner Fortschritt. Alleine mir fehlt der Glaube an den Willen. Wir brauchen den Willen zur Festung Europa. Wir brauchen einen, wenn Sie so wollen, neuen Eisernen Vorhang an den Außengrenzen Europas. Aber wir brauchen auch im Inneren Europas Ordnung. Wir werden daher nicht umhin kommen, Millionen von Straftätern und illegalen Migranten auszuweisen. Also wir brauchen millionenfache Remigration innerhalb Europas. Und das ist leider in Ihren Worten, Herr Politkommissar Brunner, überhaupt nicht vorgekommen. Solange dieses Thema nicht zentral als Aufgabe von Ihnen angesehen wird, kann ich leider Ihren schönen Worten keinen Glauben schenken.
Intensivierung der internationalen Maßnahmen zum Schutz der Wale nach der Entscheidung Islands, den kommerziellen Walfang bis 2029 zu verlängern (Aussprache)
Natürlich ist uns das Thema wichtig. Wir wundern uns halt nur, dass die Kommission sich gerade mit dem Thema Wale beschäftigt. Und, Herr Kommissar Brunner, Sie können das ja mal mitnehmen, dass wir uns – glaube ich – sicherlich besser mit illegaler Migration beschäftigen sollten. Was geht Brüssel der Walfang vor Island an? Nichts. Aber nein, diese EU will mal wieder eine freie Nation – hier Island – maßregeln. Dabei könnten die Eurokraten gut vor der eigenen Tür kehren. Stichwort: tausende brutale Tiertransporte innerhalb dieser EU Monat für Monat. Aber Brüssel hat natürlich einen alternativen Tipp zum Walfang: Seegurken-Zucht. Da fällt einem ehrlich gesagt nichts mehr ein. Köstlich, wie sich Brüssel Sorgen – oder rührend Sorgen – um das ach so arme Island macht. Seien Sie gewiss, die Touristen kommen auch so wegen der fantastischen Natur, und die Walbeobachtungsboote in Reykjavik starten mit und ohne Segen der korrupten WEF-Kommissionspräsidentin. Die isländische Regierung überlegt gerade, ob Island nicht wieder Mitglied der EU werden sollte. Die sollten besser ihre Freiheit behalten und sich den USA zuwenden. In dieser EU erwartet die Isländer nur widerlicher grüner Sozialismus und herablassende Bevormundung.
Intensivierung der internationalen Maßnahmen zum Schutz der Wale nach der Entscheidung Islands, den kommerziellen Walfang bis 2029 zu verlängern (Aussprache)
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Kollegen! Sehr traurige Nachrichten erreichen uns heute aus meiner Heimat, aus Deutschland, aus Aschaffenburg: Ein Messer-Attentäter hat bei einem Angriff auf eine Kindergartengruppe ein Kind, zwei Jahre alt, getötet, ein Helfer wurde ebenfalls ermordet. Und ich möchte die Gelegenheit zunächst einmal nutzen, von dieser Stelle aus persönlich im Namen meiner Gruppe, der ESN-Gruppe, und der Alternative für Deutschland den Opfern und Hinterbliebenen mein Beileid auszudrücken. Und ich frage mich angesichts solcher Ereignisse, die ja sehr häufig vorkommen: Wer trägt eigentlich Verantwortung? Wir haben heute eine Parlamentsdebatte dazu gehabt. Niemand trägt Verantwortung für die illegale Migration in Deutschland und in Europa – dabei müsste Innenministerin Faeser längst zurückgetreten sein. Die EU-Kommission beschäftigt sich mit allen Sachen, aber sie sollte sich eigentlich mit der Remigration beschäftigen. Eigentlich, wenn wir ehrlich sind, brauchen wir Remigration millionenfach. Und es wundert mich deswegen, dass die Kommission …
Notwendigkeit der Aufdeckung und Bekämpfung von Sabotageakten der russischen Schattenflotte, bei denen kritische Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee beschädigt wird (Aussprache)
Herr Präsident, verehrte Kollegen! Die Texte der Kommission zur Schattenflotte haben immer nur einen Inhalt: Hinter jedem Zwischenfall in der Ostsee steckt der Russe. Letzten Montag hat der NATO-Generalsekretär Rutte in einer EP-Anhörung noch vom Problem Schattenflotte und von Angriffen auf unsere Infrastruktur in der Ostsee phantasiert. Die NATO-Amateure und Ostseeanrainer haben letzten Dienstag dazu extra einen Gipfel in Helsinki abgehalten. Und Sonntag berichtet die Washington Post unter Bezug auf eine Reihe von Geheimdienstinformanten, dass es sich bei der Beschädigung von Unterseekabeln in der Ostsee nicht um russische Sabotage handelt. Also noch einmal für Sie alle: Ostseekabel, Unterwasserkabel – keine russische Sabotage laut Geheimdiensten. Man kann es daher Präsident Trump voll nachsehen, wenn er in Zukunft mit den europäischen NATO-Versagern nichts mehr zu tun haben will. Auf der anderen Seite hätte ich mir als Vertreter deutscher Interessen bei der Aufklärung der Nord-Stream-2-Sprengung so viel Einsatzwillen gewünscht. Natürlich stellt die Schattenflotte ein ökologisches Risiko in der Ostsee dar. Das Problem Schattenflotte könnte aber ganz einfach gelöst werden: Lassen Sie uns die Russlandsanktionen aufheben, und wir werden erleben, wie die Schattenflotte in den Nebeln der Meere verschwindet.
Geopolitische und wirtschaftliche Auswirkungen der neuen Trump-Regierung auf die transatlantischen Beziehungen (Aussprache)
Vielen Dank, Frau Kollegin, dass Sie die Frage zulassen. Ich hatte jetzt gerade Ihnen aufmerksam zugehört. Sie werden mit einem Zitat in Verbindung gebracht, dass der neugewählte amerikanische Präsident Donald Trump, sozusagen der Leader der freien Welt, nicht alle Tassen im Schrank hätte. Haben Sie das gesagt? Und haben Sie sich, wenn Sie es gesagt haben, schon dafür entschuldigt?
Hitzerekordjahr 2024 – Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung (Aussprache)
Herr Präsident! Ich möchte erst einmal die Gelegenheit nutzen, Donald Trump von dieser Stelle aus alles Gute für seine Amtszeit und Gottes Segen zu wünschen. Er hat heute vom goldenen Zeitalter, was anbrechen wird für uns alle, und von einer goldenen Zukunft gesprochen. Wie anders ist dann hier die Debatte in diesem Parlament, wo Weltuntergangsapostel und 1,5-Grad-Fetischisten versuchen, sich gegenseitig zu überbieten. Wir brauchen für den Klimaschutz unternehmerische Freiheit, Forschung und vor allem Kernenergie. Und es ist sehr erfreulich, dass große Investoren beschlossen haben, in diesen ganzen grünen Hokuspokus nicht mehr zu investieren. Sehr gut ist auch, dass Donald Trump heute erklärt hat, den Green Deal zu beenden. Und für alle Weltuntergangsfetischisten, die gar nicht genug Klimaschutz bekommen können: Suchen Sie sich bitte eine Apotheke, dort gibt es entsprechende Medikamente, oder suchen Sie sich einen Arzt, diese Psychose ist behandelbar. Wunderbar, dass Donald Trump den Green Deal beenden wird.
Die Notwendigkeit einer Aktualisierung der europäischen Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Aussprache)
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Kollegen! Ja, es stimmt: Behinderte Menschen treffen in Europa auf viele Hindernisse und Probleme im Alltag. Es fehlen Fahrstühle, Rolltreppen, bequeme Einstiege in Busse und Bahnen. Deshalb sind Maßnahmen sinnvoll, die das verbessern. Aber braucht man dafür wieder eine EU-Strategie? Wo doch diese EU im Strategietext selbst sagt: Hauptverantwortlich sind in der Frage der Behindertengerechtigkeit die EU-Mitgliedstaaten selbst. Was nützt, frage ich, der europäische Behindertenausweis, wenn man in irgendeinem Bahnhof in der EU keinen Zugang hat oder ein Flughafenbus eben eine besonders hohe Stufe besitzt. Kritisch sehen wir ferner erstens: Die EU verknüpft echte Probleme im Alltag mit politischen Aspekten. Wir brauchen – wie auf Seite 10 im Text beschrieben: „Behinderte Menschen sollen gleiche Rechte in der Politik in anderen EU-Staaten erhalten.“ Konkrete Beispiele einer Diskriminierung werden dabei nicht genannt. Zweitens: Überhaupt das Wort „Diskriminierung“ wird inflationär benutzt. Es gibt Probleme, aber von einer systematischen, permanenten Ausgrenzung überall – davon würde ich nicht sprechen. Drittens: Es wird behauptet, der Klimawandel betrifft behinderte Menschen besonders stark. Das wird einfach so behauptet, aber es gibt wieder keine Belege dafür. Man kann sicher im Einzelfall bestimmte Länder oder Städte innerhalb der EU kritisieren, aber eine EU-weite Strategie, um das Leben für Menschen mit Handicap besser zu machen, braucht es – meiner Meinung nach – nicht – das ist und bleibt zuerst die nationale Aufgabe der Mitgliedstaaten. Nach meinen eigenen Beobachtungen mangelt es oft an Wartung von behindertengerechten Einrichtungen an Bahnhöfen und Flughäfen. Ein defekter Lift am Bahnsteig oder die kaputte Behindertentoilette auf dem Flughafen stellen Menschen mit Handicap oft vor enorme Schwierigkeiten. Wir sollten uns daher um einen besseren Wartungszustand solcher Einrichtungen kümmern. Lassen Sie uns doch dafür ein Programm mit üppiger finanzieller Ausstattung auflegen. Wir sollten uns bei der Frage „Wie machen wir das Leben unserer Mitmenschen mit Handicap?“ auch immer bewusst sein, dass es morgen durch einen Unfall oder eine Krankheit jeden von uns treffen kann. Wir sind dann von Stund an darauf angewiesen, das Leben mit Handicap unter Umständen selber zu meistern. In diesem Sinne wünsche ich allen Kollegen des Hohen Hauses, auch wenn wir oft streiten, unterschiedlicher Meinung sind, eine besinnliche und gesegnete Weihnacht.
Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Vision für den europäischen Tourismus, dessen nachhaltiges Wachstum und die Marke Europa (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar, meine Damen und Herren! Es vergeht kaum ein Tag, wo die Kommission nicht eine Vision hat – nun auch zum Tourismus. In der Europäischen Agenda für Tourismus 2030, so der sperrige Titel, ist vor allem vom grünen Übergang – vom Ökosystem-Tourismus – die Rede und so weiter und so fort. Dabei fühlt sich die EU berufen, z. B. zu bestimmen, wie lange kurzfristige Vermietungen sein dürfen unter Punkt 15, oder es gibt Sensibilisierungsmaßnahmen für den grünen Wandel unter Punkt 20. Der Tourismus ist eine zutiefst nationale Aufgabe, und die EU soll erst einmal Probleme wie die Massenmigration lösen. Interessant ist dabei auch, dass öffentliche Aufträge im Tourismus an grüne Ziele gebunden werden sollen. Immer und immer wieder grüner Sozialismus statt Marktwirtschaft und Wettbewerb – das ist widerlich. Die Tourismusstrategie ist überflüssig. Die Unternehmer und die Kunden entscheiden vor Ort, wohin sie reisen, wie sie reisen, wie lange sie reisen. Tourismus hat etwas zu tun mit Kultur, Geschichte, privaten Erlebnissen, aber nicht mit Aspekten der Klimareligion. Diese grüne, sozialistische EU lässt die Touristen in Europa einfach am besten in Ruhe. Die EU-Tourismusstrategie – wenn hier vorne ein Mülleimer stünde, Deckel auf, Tourismusstrategie rein. Diese Tourismusstrategie ist abzulehnen.
Notwendigkeit der Annahme eines ambitionierten rechtsverbindlichen internationalen Übereinkommens über die Verschmutzung durch Kunststoffe, auch in der Meeresumwelt
Herr Präsident, Frau Kommissarin! Niemand bestreitet, dass die Umweltverschmutzung in Ozeanen und Meeren ein großes Problem darstellt. Gerade Plastikmüll ist besonders relevant. Die Lösung der EU‑Einwegplastikrichtlinie und anderer Vorschläge lautet nun: verbieten. Verbot von Plastiktüten, Verbot von Strohhalmen – Hauptsache verbieten. Den Takt für diese Verbotsorgien bestimmen dabei in der Regel NGOs. Sie reden permanent von CO2‑Fußabdrücken, ‑Rucksäcken, Rohstoffrucksäcken und natürlich von den UN‑Nachhaltigkeitszielen. Die besonderen Eiferer fordern Müllbanken oder sehen einen direkten Zusammenhang von weniger Plastik und weniger Armut. Seltsamerweise hört man nie etwas über die Verursacher von Plastikmüll in den Meeren. Am Pranger stehen immer bestimmte Länder, aber eben nicht konkret der Verursacher. Wenn ein Schiffskapitän vorsätzlich Plastik im Meer entsorgt, und es wird ihm nachgewiesen, dann sollte er dafür hart bestraft werden. Aber die Plastiktüte an sich oder der Luftballon oder das Wattestäbchen am Strand sind nicht schuld. Es gibt ja erstklassige Beispiele, wo Recycling von Müll funktioniert – ohne staatliche Einwirkung. Die Müllabfuhr in Kairo mit mehr als 20 Millionen Einwohnern wird weitgehend in einer Art Selbstverwaltung von privaten Firmen, findigen Einzelunternehmern organisiert, die die Lage vor Ort kennen und die Probleme lösen. Ähnliches hört man aus Indien. Wenn heute gesagt wird, die Ostsee sei das dreckigste Meer der Welt, so müssen die einzelnen Verursacher zur Verantwortung gezogen werden. Diese ganze EU‑Verbotskultur führt hier eben nicht zwangsläufig zur Verbesserung. Das Ziel, die Meere und Fische vor Plastikmüll zu schützen, ist natürlich richtig – hatte ich ja gesagt. Aber die ideologische Aufbauschung und maßlose Übertreibung durch zumeist grüne NGOs sind hier eben nicht zielführend. So behaupten einfach ein paar irre grüne Aktivisten, 2050 gibt es mehr Tüten als Fische in den Meeren. Ja, und besonders gefährdet sei der Tiefsee-Flohkrebs. Im Ernst: Wo ist die Frage, frage ich mich? Hier ist eigentlich der kreative Ansatz dieser EU. Wenn Plastik so gefährlich ist, warum investiert man nicht in Forschung, um andere Materialien für Verpackungen zu entwickeln? Zusammengefasst: Verursacher von Umweltverschmutzung unserer Ozeane und Meere hart bestrafen, aber nicht die europäische Wirtschaft mit immer mehr Bürokratie gängeln und die Verbraucher mit immer neuen Vorschriften nerven.
Stärkung der Kinderrechte in der EU – 35. Jahrestag der Annahme des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (Aussprache)
Herr Kollege, ich habe Ihren Ausführungen jetzt sehr gespannt gelauscht. Sie führen ja aus, dass Sie als Vertreter der Linken dieses Hauses sich sehr für die Zukunft der Kinder einsetzen wollen. Die Frage, die ich an Sie stelle, ist: Die SED in der DDR – ist ja Ihre Vorgängerorganisation – war bekannt dafür, Kinderzwangsadoptionen in Massen vorzunehmen. Wann dürfen wir denn von den Linken mit der geschichtlichen Aufarbeitung in dieser Frage rechnen?
Stärkung der Kinderrechte in der EU – 35. Jahrestag der Annahme des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrte Kollegen, liebe Landsleute! Mia V., 15 Jahre, aus Landau wurde von einem Asylanten aus Afghanistan bestialisch erstochen. Ein 17-jähriger Schüler aus Cottbus wurde von Syrern und Libyern auf dem Schulhof so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ein junger Mann aus Bad Oeynhausen wurde von einem Syrer auf einer Abiturabschlussfeier so brutal verprügelt, dass er an den Verletzungen starb. Alle drei Opfer sind Kinder von Eltern im Prinzip, nur große Kinder. Alle drei könnten ohne die brutale Migrantengewalt noch leben oder unverletzt sein. Niemand braucht eine Koordinatorin für Kinderrechte, solange Millionen von brutalen Killern und Mördern ganz ungestört nach Europa einwandern können und hier unsere Kinder brutal ermorden, verstümmeln oder verletzen. Die EU braucht sich nicht um die Sicherheit von Spielzeug zu kümmern, solange das Problem von explodierenden Straftaten von jungen Migranten, die sich gerade gegen unsere Kinder richten, besteht. Jede Kriminalstatistik gibt darüber erschreckende Auskunft. Das sollten Sie sich auf der linken Seite einmal anschauen. Die EU sollte die millionenfache illegale Migration unterbinden, große Remigrationsprogramme auflegen und unsere Kinder vor den perversen Pädophilennetzwerken …
Verstärkung der unerschütterlichen Unterstützung der EU für die Ukraine angesichts des Angriffskriegs Russlands und der zunehmenden militärischen Zusammenarbeit Nordkoreas und Russlands (Aussprache)
wählt Krieg in Europa! Wer CDU wählt in Zukunft, meine lieben Landsleute, wählt Tod und Zerstörung.
Verstärkung der unerschütterlichen Unterstützung der EU für die Ukraine angesichts des Angriffskriegs Russlands und der zunehmenden militärischen Zusammenarbeit Nordkoreas und Russlands (Aussprache)
Frau Präsidentin! Der Ukrainekrieg ist verloren. Meine Damen und Herren, wer heute noch davon redet – whatever it takes, as long as it takes – oder von unerschütterlicher Unterstützung bis zum Ende des Ukrainekrieges spricht, der steht in der Kontinuität von Joseph Goebbels mit seiner überlieferten Sportpalastrede. Herr Kommissar Reynders sprach davon: Der Krieg bedeutet Zerstörung der Infrastruktur, die Verantwortlichen sollen vor Gericht gestellt werden. Nun, Herr Reynders, der NATO‑Angriffskrieg auf Serbien hat auch die Infrastruktur zerstört. Das serbische Volk wartet heute noch auf die Bestrafung der Täter. Zum Schluss möchte ich noch zu einem Kollegen der CDU kommen. Kollege Gahler ist ein widerlicher Kriegstreiber. Der hat sich in seiner Rede Sorgen gemacht um das zerstörte Unterseekabel in der Ostsee. Dieser deutsche Volksverräter freut sich andererseits über die Zerstörung unserer deutschen Infrastruktur. Er hat sich über die Zerstörung von Nordstream 2 gefreut. Meine Damen und Herren, wer CDU wählt,
Die Beziehungen zwischen der EU und den USA vor dem Hintergrund des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten (Aussprache)
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Kollegen! Ein Kommunist dieses Hauses hatte heute versucht, mich zu denunzieren, nur weil ich eine Kappe mit in eine Anhörung genommen habe, eine MAGA-Kappe. Und ich möchte noch einmal bekennen vor diesem Parlament: Ja, ich habe mich über den Wahlsieg Donald Trumps gefreut. Ja, ich habe mich für das amerikanische Volk gefreut, dass sie Donald Trump als neuen Leader sich gewählt haben. Ja, so wie Donald Trump die Interessen seines Landes vertritt, daran können sich die europäischen Völker, die europäischen Nationen, finde ich, ein Beispiel nehmen. Amerika steht auch unter Donald Trump für Demokratie und Grundrechte. Aber ich wundere mich schon, dass wir uns nicht über einen Wahlsieg Donald Trumps freuen dürfen, obwohl es sich bei Amerika, den USA, um unseren wichtigsten Verbündeten handelt. Und zum Schluss möchte ich noch mal auf den Kommunisten, der heute hier versucht hat, mich zu denunzieren, zu sprechen kommen: Er ist eine Schande für dieses Haus. Er sollte nach Kuba oder Nordkorea migrieren. Das sind die Länder, die seine Werte vertreten.
Schutz unserer Ozeane: anhaltende Bedrohungen für geschützte Meeresgebiete in der EU und Nutzen für Küstenstädte und -gemeinden (Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, sehr geehrte Kollegen! Niemand Vernünftiges ist gegen den Schutz der Ozeane vor Zerstörung, aber Umweltschutz funktioniert nicht mit starren Daten, utopischen Zielvorgaben und ideologischer Verblendung. Sinnvoll sind praktische Dinge, etwa harte Bestrafung von Kapitänen, die ihre Abfälle ins Meer werfen, oder Firmen, die Tankerunfälle fahrlässig verursachen, aber wir brauchen keine Blue Economy als neue sozialistische Planwirtschaft. Ein Beispiel dafür: Bis 2030 sollen 30 % der Ozeane als Schutzzone fungieren – das ist ein utopisches Ziel. Die Natur ist stärker als die Europäische Kommission, sie regeneriert sich selbst. Biodiversität gibt es seit Millionen von Jahren. Deshalb brauchen wir weder in der Landwirtschaft noch im Fischfang oder sonstwo EU-Naturalisierungsgesetze. Aber ich frage mich: Wo war und ist eigentlich der Schutz der Ozeane bei der Sprengung von Nord Stream 2 geblieben? Wo ist der akribische Wille der Kommission, diese Sprengung von Nord Stream 2 aufzuklären? Es ist schon sehr sonderbar, dass Brüssel hier nichts tut, obwohl doch sonst die Kommission den lieben langen Tag vom Grünen Deal träumt oder das böse CO2 jagt. Wenn wir über den Schutz der Ozeane sprechen, muss ich auch auf die Sanktionen gegen Russland zu sprechen kommen. Die Sanktionen sollten Russland treffen, gefährden aber mittlerweile unsere Ozeane, unsere Umwelt, weil Russland eben nicht untergeht, sondern seine Rohstoffe mit alten, rostigen Schiffen um den Globus schickt; ein schönes Beispiel dafür, wie sich die Kommission selbst ins Knie schießt, unter großem Applaus vieler Mitglieder dieses Hauses. Ja, wir müssen die Ozeane schützen, aber vor Sozialistischen, Grünen, Eurokraten. Deshalb sagen wir von der ESN: Wir stimmen guten Ideen zu, die praktikabel sind und vor allem wirtschaftlich; wir stimmen dem Statement in der großen Zielsetzung des Schutzes der Meere zu, aber wir lehnen die Blue-Economy-Basis ab: Sie sind nichts anderes als grüne Experimente und Utopien.