21
Mai
2026
Ansehen
Notwendigkeit einer Anpassung des EU-Rechtsrahmens für nachhaltige Biokraftstoffe (Aussprache)
Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen, in Brüssel sind Biokraftstoffe der arme Verwandte der Energiewende. Wenn wir also gemeinsam mit meiner Fraktion darauf bestanden haben, dass diese Debatte stattfindet, dann deshalb, weil diese alternativen Kraftstoffe unter anderem Vorteile haben, den Preis an der Zapfsäule zu senken, unsere Importe fossiler Brennstoffe zu verringern und unsere CO2-Emissionen zu senken. Wir sind an die Grundsätze der Technologieneutralität gebunden und fordern eine Anpassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie, bei der intermittierende Energien Vorrang vor Biokraftstoffen haben, die auf 7 % begrenzt sind. Ebenso fordern wir, dass die Richtlinie über die Kraftstoffqualität korrigiert wird, um insbesondere E20-Gemische zuzulassen. Schließlich ist die Nichtaufnahme von Biokraftstoffen der ersten Generation in den Vorschlag für CO2-Emissionsnormen für Autos ein ökologischer Unsinn, den wir korrigieren wollen. Stellen Sie sich die Perspektiven vor: in Frankreich die Plug-in-Hybrid-Motorisierung Flexfuel Damit könnten nicht weniger als 5 Millionen Fahrzeuge, d. h. 13 % der Fahrzeugflotte, ausgerüstet werden. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die europäischen Biokraftstoffsektoren sowohl für den Verkehrssektor als auch für den Luftverkehr wettbewerbsfähig, nachhaltig und profitabel sind.