10
Mär
2022
Ansehen
Die Lage von Journalisten und Menschenrechtsverteidigern in Mexiko
Frau Präsidentin, die Verfolgung, Einschüchterung und Gewalt gegen die Presse ist ein sehr besorgniserregendes Problem. Seit 2018 wurden mindestens 47 Journalisten getötet, was Mexiko zu einem der gefährlichsten Länder der Welt für die Presse macht. Gewalt, die auch Menschenrechtsverteidiger und Umweltschützer besonders besorgniserregend trifft, mit 42 Tötungen im Jahr 2021. Neben den Morden sind das Verschwinden von Journalisten und Menschenrechtsverteidigern eine der gefährlichsten Bedrohungen: Fast 100.000 Menschen sind seit 1964 verschwunden, so die mexikanische National Search Commission. All dies sind echte Probleme, mit denen die Gesellschaft konfrontiert ist und die die Mängel des mexikanischen Staates deutlich machen. Von hier aus fordern wir die Umsetzung von Maßnahmen, die ein in der Demokratie so grundlegendes Recht wie das Recht auf Information gewährleisten, ohne das eigene Leben zu riskieren, in Solidarität mit Journalisten wie Guillermo García, ein neuer Fall, unter so vielen anderen, der Schikanierung der Presse. Das Problem ist, dass einige Fraktionen in diesem Haus diese Situation als Waffe gegen die mexikanische Regierung einsetzen, mit Interessen, die wenig mit der Verteidigung von Journalisten und Menschenrechtsverteidigern zu tun haben. Und das ist unerträglich.