17
Jun
2026
Ansehen
Anhaltendes hartes Vorgehen gegen den zivilgesellschaftlichen Raum und die Grundfreiheiten in Burkina Faso
Herr Präsident, die Organisationen der Zivilgesellschaft stehen im Mittelpunkt der Demokratien, auch in Burkina Faso. Sie organisieren Menschen und Gemeinschaften zu wichtigen Themen, geben Minderheiten eine Stimme und werfen einen kritischen Blick auf die Regierung. Journalisten entlarven Missbräuche, werfen einen kritischen Blick auf Regierung und Wirtschaft sowie auf destabilisierende Einflüsse. In Burkina Faso haben die Menschen diese Freiheit nicht mehr. Das Verbot zivilgesellschaftlicher Organisationen bedeutet ein Verbot sozialer Abstimmungen. Aber der Weg in eine stabile Zukunft kann nicht ohne diese verschiedenen Stimmen getan werden. Abseits von äußeren militärischen Einflüssen, von autoritären Kräften innerhalb des Landes. Dies ist wichtig für die Zukunft einer freien und fairen Demokratie, in der Stimmen nicht zum Schweigen gebracht, sondern alle Stimmen gehört werden. Von Studenten bis zu LGBTI-Aktivisten, von Journalisten bis Fulani, von politischen Parteien bis zu Menschenrechtsverteidigern. Als Europäisches Parlament müssen wir fest hinter Menschenrechtsverteidigern und Organisationen der Zivilgesellschaft stehen, auch in Burkina Faso.