19
Mai
2026
Ansehen
Politische Unterdrückung und humanitäre Lage in Kuba (Aussprache)
Frau Präsidentin, Frau Hohe Vertreterin, meine Damen und Herren, wenn wir über die humanitäre Lage in Kuba sprechen, sprechen wir nicht nur über internationale Politik, sondern über das tägliche Leben von Millionen von Menschen. Das Embargo, von dem das Land betroffen ist, hat dramatische Folgen für die Bevölkerung. 32 Mal in Folge hat die UN-Generalversammlung ein Ende dieser Maßnahmen gefordert. Heute übt die Energiekrise großen Druck auf Krankenhäuser, Schulen und lebenswichtige Dienstleistungen aus. Einige Ärzte haben mich gebeten, zu gehen, und ich möchte es tun. Wenn es an Medizin, Treibstoff, medizinischer Ausrüstung und Elektrizität mangelt, wenn der Strom in einem Operationssaal ausfällt, wenn eine Therapie zu spät kommt oder eine Maschine nicht funktionieren kann, wird der Preis immer von den zerbrechlichsten Menschen bezahlt. Wir dürfen nicht zulassen, dass politische Spannungen zum Tod hilfloser Patienten führen. Europa hat immer den Weg der Zusammenarbeit gewählt, und in diesem Geist müssen wir heute eine grundlegende Priorität bekräftigen: die Zivilbevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen und das tägliche Leid von Millionen kubanischer Bürger zu lindern.