7
Okt
2025
Ansehen
Gemeinsame Agrarpolitik (gemeinsame Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar, heute ist der Tag, um Ihnen und unseren Berichterstattern, Céline Imart und André Rodrigues, zu diesen beiden wichtigen Vorschlägen zu gratulieren. Wir stärken die Position der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette und erleichtern ihnen das Leben. Ich bin der Ansicht, dass Vorhersehbarkeit, Ausgewogenheit bei den Verhandlungen für die Landwirte und die Achtung des Genossenschaftsmodells auch dann gewährleistet sind, wenn die Handelsbeziehungen grundsätzlich auf einem schriftlichen Vertrag mit den bestehenden Ausnahmeregelungen beruhen. Wie wir es für den Milchsektor getan haben, müssen fleischbezogene Bezeichnungen in der Tat Fleisch sein. Dem, was in der Europäischen Union hergestellt wird, muss Vorrang eingeräumt werden, und bei der Vergabe öffentlicher Aufträge müssen auch Erzeugnisse mit g.U. und g.g.A. Vorrang eingeräumt werden. Was die Vereinfachung betrifft, so akzeptieren wir es nicht, von den Landwirten Geld zu nehmen, um Krisensituationen zu finanzieren. Wir haben die Unterstützung für Kleinbauern auf 5.000 € pro Jahr erhöht, und ihre Investitionen bis zu 75.000 € haben jetzt eine stark vereinfachte Regelung. Wir machen auch die Bewirtschaftung von Dauergrünland flexibler und Betriebe von bis zu 50 Hektar sind von der Anbaudiversifizierungsregel ausgenommen. Wir haben den Verwaltungsaufwand und die Kontrollen für ökologische/biologische Betriebe und teilweise ökologische/biologische Betriebe sowie das Natura-2000-Netz reduziert. Wir haben für die Azoren und Madeira Flexibilität zwischen dem ELER und POSEI eingeführt, die zum ersten Mal akzeptiert wurde – und ich bin dankbar für die Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen für meinen Vorschlag. Dies spiegelt auch unser Engagement für die europäischen Landwirte wider: weniger Bürokratie; weniger Papierkram; mehr Gerechtigkeit; mehr Einkommen; mehr Zeit vor Ort, um das zu tun, was sie am besten wissen: hochwertige, nachhaltige und erschwingliche Lebensmittel für die Europäerinnen und Europäer zu produzieren. Mehr Zeit vor Ort, weniger Zeit in den Büros und hoffentlich feste Positionen des Europäischen Parlaments.