21
Mai
2026
Ansehen
Europäische Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames (Videospielzerstörung stoppen)“ (Aussprache)
Frau Präsidentin! Herr Kommissar! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Eines vorweg: Ich gehöre nicht zu den 41 Millionen Deutschen, die regelmäßig zocken, also Videospiele spielen. Und dennoch habe ich für diese Initiative sehr viel Sympathie. Wer eine Lizenz für ein Videospiel erwirbt, muss sich darauf verlassen können, dass er dieses Spiel grundsätzlich so lange spielen kann, wie er will. Denn wer ein Buch kauft, muss ja auch nicht damit rechnen, dass ihm der Verlag das Buch nach ein paar Jahren wieder aus dem Regal räumt. Wenn der Hersteller eines Videogames nach freiem Ermessen entscheiden kann, wann er die Server abschaltet und damit das Spielvergnügen beendet, dann liefe das im Ergebnis darauf hinaus, dass letztlich der Kunde das Risiko des wirtschaftlichen Erfolgs oder Misserfolgs dieses Spieles zu tragen hätte. Das ist mit den Grundsätzen eines vernünftigen Eigentums- und Verbraucherschutzes offensichtlich nicht vereinbar. Und deshalb muss dafür gesorgt werden, dass die Zocker wissen, woran sie sind, wenn sie ein Videospiel kaufen.