Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
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Lukas Sieper | Deutschland DEU | Fraktionslose Mitglieder (NI) | 390 |
| 2 |
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Juan Fernando López Aguilar | Spanien ESP | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 354 |
| 3 |
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Sebastian Tynkkynen | Finnland FIN | Europäische Konservative und Reformer (EKR) | 331 |
| 4 |
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João Oliveira | Portugal PRT | Die Linke im Europäischen Parlament (GUE/NGL) | 232 |
| 5 |
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Vytenis Povilas Andriukaitis | Litauen LTU | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 227 |
Alle Beiträge (46)
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder, einschließlich der Ausbeutung der Mutterschaft (Aussprache)
Frau Präsidentin! 51 Jahre alt und eine stolze österreichische Frau, seit 26 Jahren selbst Mutter, und an dieser Stelle auch herzlichen Glückwunsch an meine Mutter, die heute Geburtstag feiert. Und eine Minute reicht überhaupt nicht dafür, für dieses große Thema, über das wir heute sprechen – Gewalt an Frauen. Aber eines sage ich Ihnen auch: In der letzten Zeit hat sich das Stadtbild verändert. Unser gesamtes Leben als Frau hat sich verändert. Aber nicht, weil unsere Männer zurückkehren zu irgendwelchen patriarchalischen Strukturen, sondern weil diese importiert wurden und diese importiert sind und hier in Europa ausgelebt werden. Hier sind Sie immer mit dabei und unterstützen es, indem Sie unsere Diskussionen zu diesem Thema kritisieren und gar nicht darauf eingehen. Aber zu dem Thema, das ich auch noch ansprechen möchte: die Leihmutterschaft. Wir wissen, dass hier sehr viele physische, psychische und vor allem wirtschaftliche Gewalt ausgeübt wird. Eine Not, die ausgenutzt wird, um die Wünsche anderer zu erfüllen. Auch in Ländern gerade wie in der Ukraine oder Indien tragen Frauen Kinder für fremde Auftraggeber aus, oft ohne ausreichende medizinische Betreuung, rechtliche Absicherung oder echte Wahlfreiheit. Europa sollte sich an dieser Stelle eindeutig gegen diese Form von Gewalt aussprechen.
Erklärung der Grundsätze für eine geschlechtergerechte Gesellschaft (Aussprache)
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Ja, hier sind wir bei den beiden Begriffen – es gibt zwei Geschlechter. Wir alle teilen die Grundsätze wie Freiheit, Gewaltprävention, ja mittlerweile Gewaltverhinderung. Wir brauchen sichere Räume, den Schutz von Frauen und Mädchen und die Schaffung eben dieser sicheren Räume. Das alles sind Ziele, die unsere Unterstützung verdienen. Doch leider opfert die Kommission sie auf dem Altar der vermeintlichen inklusiven Sprache. Die vorliegende Erklärung vermeidet klare Begriffe. Sie benutzt Schlagworte wie „Diversität“ und „intersektionale Diskriminierung“, verzichtet darauf, die klaren Worte zu verwenden: Frau und Mann. Ohne diese rechtliche Klarheit besteht die Gefahr, dass Schutzräume und Sicherheitsstandards nicht nur tatsächlich Frauen zugutekommen. Lassen Sie mich das an einem Beispiel konkretisieren: Im Frauensport treten Frauen gegeneinander an, weil sie biologische Gemeinsamkeiten teilen. Dadurch entstehen faire Wettbewerbsbedingungen. Wenn nicht mehr klar ist oder es überhaupt nicht mehr definiert ist, ob das Kriterium die Biologie oder eine Selbsteinschätzung ist, gerät dieses Prinzip ins Wanken. Unter dem Schlagwort der Geschlechtergerechtigkeit entstehen bereits Regelungen, die auch Personen mit männlicher Biologie den Zugang zu Frauenwettbewerben ermöglichen. Damit wird genau das untergraben, was die Erklärung selbst anstrebt, nämlich Fairness, Sicherheit und Schutz für Frauen.
Eine neue Zukunftsstrategie für die Allianzen der Initiative „Europäische Hochschulen“ (Aussprache)
Geschätzte Kollegin, Sie haben Ihre Rede begonnen, indem Sie Amerika vernadert haben; nun machen Sie dasselbe mit Ungarn. Ich habe davon gesprochen und werde das auch betonen, wie es Kant einst schon gesagt hat: Geben wir den Universitäten ihre Freiheiten, lassen wir dort Menschen selbst entscheiden und bevormunden wir sie niemals!
Eine neue Zukunftsstrategie für die Allianzen der Initiative „Europäische Hochschulen“ (Aussprache)
Herr Präsident! Die Anerkennung von Studienabschlüssen innerhalb von Europa eröffnet natürlich immer Chancen für Studierende. Doch sollte die Vereinheitlichung keine Bevormundung bedeuten und die nationale Souveränität im Bildungsbereich stets respektiert werden. Ungarn unter Ministerpräsident Viktor Orbán demonstriert dies mit Nachdruck. Trotz erheblicher Schwierigkeiten durch EU-Sanktionen und politischen Druck setzt Ungarns Regierung weiterhin auf die Stärkung ihrer Bildungseinrichtungen. Eine eigenständige und von Ideologien unabhängige Bildungspolitik zu verfolgen, ist für die jungen Menschen wichtig. Die Einschränkungen der ungarischen Studierenden, etwa durch vorübergehendes Aussetzen von Erasmus+-Programmen aufgrund politischer Spannungen, sind eine große Herausforderung. Doch Ungarn zeigt, dass man auch unter Druck eigenverantwortlich und erfolgreich bildungspolitische Wege gestalten kann, die die kulturelle Identität und nationale Interessen schützen. Wir sollten daher bei der Vereinheitlichung von Abschlüssen sicherstellen, dass kein Land zu einer grauen Einheit zwangsvereinheitlicht wird, sondern jedes Land seine Bildungsautonomie bewahren kann. Eine europäische Lösung muss Vielfalt und Eigenständigkeit vereinen; darauf ist bei der Umsetzung besonders zu achten.
Wirksamere Gestaltung des Schutzes von Reisenden und Vereinfachung und Klarstellung bestimmter Aspekte im Hinblick auf Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Die geplante Neuregelung der Pauschalreiserichtlinie mag auf den ersten Blick Verbesserungen beim Verbraucherschutz bringen. Doch ihre Tücken für Bürger und Unternehmen sind da: Obwohl die Erfahrungen aus der Thomas-Cook-Pleite und der Coronakrise wichtige Lehren bereithalten, droht die Praxis durch neue Bürokratie, starre Zahlungsgrenzen und ein Übermaß an Informationspflichten gerade unsere kleinen und mittelständischen Reiseveranstalter unverhältnismäßig zu belasten. Die Streichung der verbundenen Reiseleistungen nimmt Reisenden flexible Gestaltung abseits starrer Pauschalen und sorgt für Unsicherheit statt Klarheit. Anstatt die Reisefreiheit zu stärken, riskieren wir, Angebote zu verteuern und die Auswahl in Österreich und Europa zu beschneiden. Es braucht praxistauglichen Verbraucherschutz, der Mittelstand fördert, statt ihn abzuwürgen, und der dem Recht auf freie Gestaltung der Reise Rechnung trägt – nicht eine weitere Vorschrift aus Brüssel, die unsere Bürger zu bloßen Konsumenten und Unternehmen zu reinen Erfüllungsgehilfen degradiert. Unsere Tourismuswirtschaft verdient Vertrauen statt immer neuer Ketten und Formulare.
Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2004/68/JI des Rates (Neufassung) (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Die Zahlen erschüttern, und sie wurden schon genannt. Es ist daher zweifellos unsere Pflicht, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Doch wenn es dann zu einem Einschnitt kommt, einer ideologischen Bevormundung, zur Aushöhlung von nationalen Kompetenzen und teilweise zur Entmachtung der Eltern, ja, dann sagen wir Nein dazu. Es passiert immer wieder und immer mehr, dass die Kinder herausgenommen werden aus ihrer realen Welt, in virtuelle Situationen, aber nicht nur in virtuelle, sondern in reale Situationen gebracht werden durch die Frühsexualisierung in den Schulen, durch sexualpädagogische Programme, die hier stattfinden. Glauben Sie mir, ich war bis vor Kurzem in einer Schule, und ich habe auch Kinder in diesem Alter in meiner Verwandtschaft, die davon erzählen, was dort passiert. Deswegen, ja, wir sagen immer Ja zu einem Schutz der Kinder, aber mit Augenmaß, mit Hausverstand und vor allem im Respekt vor nationaler Souveränität. Schluss mit einer Umerziehung, auch was ihre Geschlechter betrifft! Der Schutz kann nicht mehr als genug stattfinden und kann hier und heute beginnen.
Bestehende Herausforderungen und neue Geschäftspraktiken im Binnenmarkt (Aussprache)
Sehr geehrter Kollege, wenn Sie sich so sehen, dann sei Ihnen das überlassen. Ich gehöre zu jenen, die immer noch Volksvertreter sind und sich auch so empfinden.
Bestehende Herausforderungen und neue Geschäftspraktiken im Binnenmarkt (Aussprache)
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Wieder einmal erleben wir, wie die EU mit ihrem Entschließungsantrag zum Binnenmarkt große Worte schwingt, aber an den eigentlichen Problemen unserer Wirtschaft und unserer Bürger vorbeigeht. Seit Jahren hören wir Versprechen über Bürokratieabbau und weniger Belastung für unsere Unternehmen. Doch die Realität sieht anders aus: immer neue Vorschriften, immer mehr Regulierung, immer weniger Freiheit für unsere heimischen Betriebe. Der Binnenmarkt soll ein Motor für Wohlstand und Wachstum sein, doch stattdessen werden unsere kleinen und mittleren Unternehmen durch eine zu große Anzahl an EU‑Regeln und Berichtsanforderungen ausgebremst. Die Kommission redet von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Aber in Wahrheit profitieren vor allem die Großkonzerne, während unsere regionalen Betriebe mit immer neuen Hürden kämpfen müssen. Wir fordern: Schluss mit der Überregulierung und den realitätsfernen Vorgaben aus Brüssel! Der Binnenmarkt muss endlich wieder den Menschen und Unternehmen dienen, die hier arbeiten und Steuern zahlen, nicht den Interessen globaler Konzerne oder den ideologischen Träumereien einer EU‑Elite. Weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung und echte Wettbewerbsfähigkeit – das ist unser Weg für einen starken Binnenmarkt.
Die gegen TikTok verhängte Geldstrafe und die Notwendigkeit, den Schutz der Bürgerrechte auf Social-Media-Plattformen zu stärken (Aussprache)
Frau Präsidentin, werte Kollegen! Ich stehe hier als Frau der rechten Seite, als eine Frau, die Vertrauen in die Demokratie hat. Und ich sage Ihnen: Datenschutz darf nicht zur Ausrede werden, um die freie Meinung der Bürger zu unterdrücken. Es ist schon bemerkenswert, dass dieses Thema gerade in einem Moment hochgezogen wird, wo sich gerade TikTok, das immer beliebter wird, auch damit beschäftigt oder nicht damit beschäftigt und wo auch patriotische Präsidentschaftskandidaten und patriotische Parteien immer stärker werden. Ja, wir brauchen eine klare Kante. Ja zu harten Regeln gegen Datenmissbrauch. Damit bin ich einverstanden. Aber genauso ein Ja zur freien Rede. Jeder Bürger muss sagen dürfen, was er denkt, ohne Angst vor Sperren, digitalem Pranger oder ideologischer Zensur. Das traue ich auch unserer Jugend zu. Wir stehen für ein freies, sicheres Internet, eines, in dem Datenschutz und Meinungsfreiheit gemeinsam gelten. Auch für ein selbstbestimmtes Österreich, das sich nicht von China, von Amerika und schon gar nicht von Brüssel vorschreiben lässt, was gesagt und getan werden darf.
Vorbereitung des Gipfeltreffens EU-Vereinigtes Königreich (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Bürger! Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Vertreter der Europäischen Union sich nun anders verhalten als in der letzten Zeit, ja vielleicht – bildlich gesprochen – auch von ihrem hohen Ross herabsteigen und auch persönliche Befindlichkeiten hintanstellen. Man erkennt wohl nun, dass Großbritannien auch nach dem EU-Austritt keineswegs so geschwächt dasteht, wie man es sich vielleicht auch erhofft hat, und dass europäische Unternehmen sowie besonders junge EU‑Bürger weiterhin nach England streben. Ein Grund dafür: Vier der zehn besten Universitäten der Welt stehen im Vereinigten Königreich, keine einzige davon in der EU. Für EU‑Bürger sind die Studiengebühren dort inzwischen zwei- bis dreimal so hoch wie vor dem Brexit, und in der EU gibt es kaum gleichwertige Alternativen. Doch es geht nicht nur um Studienplätze. Junge Menschen aus Europa möchten im Vereinigten Königreich leben, lernen, arbeiten – und stoßen auf Visapflicht, Sponsorship‑Systeme und einen Dschungel aus Bürokratie. Die EU hat hier einen wesentlichen Teil ihrer Jugendpolitik preisgegeben. Es gilt daher nun, den Brexit als Realität anzusehen, als demokratische Realität. Unsere Antworten sollten daher nicht in der Vergangenheit sein, sondern auf die Zukunft ausgerichtet.
Verwirklichung der Ziele der EU-Strategie für die Roma und der Bekämpfung von Diskriminierung in der EU (Aussprache)
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte beim eigentlichen Thema bleiben und nicht zu weit ausholen. Die EU-Roma-Strategie ist der Versuch eines Rahmenwerks, das mit ambitionierten Zielen für Gleichheit, Inklusion und Teilhabe der Roma bis 2030 aufwartet. Doch erlauben Sie mir eine durchaus auch kritische Betrachtung dieser Politik. Während die EU Millionen in Antidiskriminierungsprogramme investiert und quantifizierbare Ziele in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Wohnen und Gesundheit festigt, bleibt die Realität vor Ort oft unberücksichtigt. Ich möchte ein Beispiel aus meiner Heimatstadt, nämlich aus Villach Warmbad, bringen. Dort werden Wohnmobilstellplätze streng reguliert und kostenpflichtig betrieben. Touristen zahlen brav ihre Gebühren. Gleichzeitig wird wilderndes Campen bestimmter Gruppen oft mit kultureller Sensibilität entschuldigt. In italienischen Gemeinden sehen wir ähnliche Herausforderungen. Die Einseitigkeit der EU-Politik wird besonders deutlich, wenn ich auch an die Kärntner Minderheit in Slowenien denke. Wo sind hier die messbaren Ziele und Förderprogramme? Wo ist die gleiche Aufmerksamkeit für ihre Rechte und ihre kulturelle Identität? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Antidiskriminierung ist wichtig, aber sie muss für alle gelten, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit. Eine wahrhaft integrative Politik muss lokale Realitäten berücksichtigen und darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Die EU sollte einen ausgewogenen Ansatz verfolgen, der sowohl die Rechte der Roma als auch die Interessen der lokalen Gemeinschaften respektiert und Minderheitenrechte universell schützt, nicht selektiv nach populistischer Opportunität.
Förderung der beruflichen Bildung in Zeiten von Arbeitsmarktübergängen (Aussprache)
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, die Berufsausbildung ist ein zentraler Bestandteil der europäischen Arbeitsmarktstrategie. Österreich hat hier eine selbstständig und lange entwickelte Tradition. In einer Zeit, in der der EU-Arbeitsmarkt mit einem Mangel an Fachkräften konfrontiert ist, ist es wichtig, nun aufzuzeigen, wie man durch die Stärkung der Lehre und der beruflichen Weiterbildung auf den sich wandelnden Arbeitsmarkt reagieren kann. Ja, Österreich hat eine duale Ausbildung. Ja, wir haben sogar ein Modell, das sich Lehre mit Matura nennt, die sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrung im Unternehmen vermittelt. Statt ständig darauf zu setzen, dass es darum geht, Fachkräfte aus dem Ausland zu importieren, muss man auf die Weiterentwicklung in der eigenen Bevölkerung achten. In den eigenen Mitgliedstaaten und in Österreich ist dies so gestaltet, dass man darauf auch relativ flexibel reagieren kann. Darum brauchen wir eine Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen, den Unternehmungen und vor allem Regierungen, die dafür bereit sind, dass Leistung auch wieder anerkannt wird.
Bewältigung der demografischen Herausforderungen der EU und Schritte zur Umsetzung des Instrumentariums zur Bewältigung des demografischen Wandels aus dem Jahr 2023 (Aussprache)
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Die vorliegende Demography Toolbox lässt viele Fragen offen und gibt auch ganz viele nur vage Formulierungen. Dieser Ansatz überbewertet administrative Lösungen, anstatt sich mit den grundlegenden strukturellen Problemen auseinanderzusetzen. Die eigentlichen Ursachen der demografischen Krise wie wirtschaftliche Unsicherheit und mangelnde Zukunftsperspektiven für junge Menschen werden nicht ausreichend adressiert. Auch die Bedeutung des klassischen Familienbildes für die gesellschaftliche Stabilität wird nicht angemessen berücksichtigt. Gezielte Anreize zur Steigerung der Geburtenrate und finanzielle Unterstützung für Familien mit mehreren Kindern fehlen weitgehend. Und wie viele meiner Vorredner sehe ich auch nicht die Lösung in der Zuwanderung, und ohne dabei nur in eine Richtung zu zeigen, sondern es kamen auch – wenn Sie zugehört haben – Wortmeldungen aus anderen Richtungen. Ja, die Strategie greift potenziell in Bereiche ein, die traditionell in der Kompetenz der Mitgliedstaaten liegen, wie Familienpolitik und Sozialgesetzgebung. Diese Bevormundung lehnen wir strikt ab. Wir benötigen dringend einen ganzheitlicheren und mutigeren Ansatz, der die Komplexität der demografischen Herausforderungen Europas wirklich erfasst und angeht.
Notwendige Durchsetzung des Gesetzes über digitale Dienste zum Schutz der Demokratie auf Plattformen der sozialen Medien, auch gegen Einmischung aus dem Ausland und algorithmische Verzerrung (Aussprache)
Die Frage fehlt mir jetzt, um eine Antwort zu geben, aber hören Sie sich und Ihren Kollegen hier heute zu. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Sie Angst haben vor Meinungsfreiheit – und daran ändere ich auch meine Meinung nicht.
Notwendige Durchsetzung des Gesetzes über digitale Dienste zum Schutz der Demokratie auf Plattformen der sozialen Medien, auch gegen Einmischung aus dem Ausland und algorithmische Verzerrung (Aussprache)
Frau Präsidentin, geschätzte Kollegen! Im Besonderen grüße ich all jene Menschen, die bisher imstande waren, sich selbst eine Meinung zu bilden, und dies auch in Zukunft tun wollen. Denn der Digital Services Act ist wahrlich ein besonders besorgniserregender Eingriff in unsere digitale Freiheit. Unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes wurde hier ein Zensurapparat geschaffen, der unsere Meinungsfreiheit bedroht. Dass der DSA nun sogar verschärft werden soll, weil sich Technologiekonzerne gegen die auferlegte Zensur wehren, ist alarmierend. Die EU versucht hier, Kontrolle über den digitalen Raum auszuweiten und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Der DSA greift in die Geschäftsmodelle von Plattformen ein, zwingt sie, Inhalte zu löschen oder zu blockieren – das ist nichts anderes als eine verordnete Zensur. Wir wollen nicht zulassen, dass die EU bestimmt, was wir im Internet sehen oder lesen dürfen. Der freie Informationsfluss ist die Informationsgrundlage in einer Demokratie. Lasst uns also gemeinsam für ein freies Internet kämpfen, in dem Meinungsvielfalt und Innovation gedeihen können – ohne bevormundende Regulierung.
Internationaler Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (Aussprache)
Lesen Sie gerne auch die Statistiken. Ich kenne diese Aussagen nur zur Genüge, auch aus den regionalen Parlamenten. Wir haben in den Kriminalstatistiken, die auch veröffentlicht sind, durchaus gute Beweise.
Internationaler Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (Aussprache)
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Heute, am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, müssen wir eine unbequeme, aber wichtige Wahrheit aussprechen. Gewalt gegen Frauen ist keine abstrakte Statistik, sondern eine tägliche Realität, die unsere Gesellschaft zutiefst erschüttert. In den letzten Jahren haben wir eine besorgniserregende Entwicklung beobachten können. Die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen ist gestiegen, nicht zuletzt durch Herausforderungen der Zuwanderung und sich verändernder kultureller Dynamiken. Es ist entscheidend, dass wir diese Realität offen und ehrlich diskutieren, ja, auch über die Schattenseiten der Migration sprechen. Importierte Gewaltmuster durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe erfordern einen differenzierten, aber klaren Blick. Integration bedeutet nicht nur räumliche Nähe, sondern das Verinnerlichen gemeinsamer Werte von Respekt und Gleichberechtigung. Ein gutes Bild ist auch: An einer Grenze wird nicht ein Kleid, ein Rucksack, ein Gepäckstück abgestellt, sondern man nimmt es mit. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Gewalt unter Jugendlichen. Wir müssen in Bildung und Prävention investieren. Schulen und Familien spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Europäische Union muss dieses Thema mit aller Konsequenz angehen. Wir brauchen besseren Opferschutz, konsequente Strafverfolgung, umfassende Präventionsprogramme. Gewalt gegen Frauen ist keine Randerscheinung. Sie ist ein Angriff auf unsere gemeinsamen humanistischen Werte. Lassen Sie uns daher gemeinsam handeln!
Welttag für psychische Gesundheit – Erfordernis einer umfassenden EU-Strategie für psychische Gesundheit (Aussprache)
Herr Präsident, geschätzte Damen und Herren! Meinen Schwerpunkt setze ich heute ganz bewusst auf Kinder und Jugendliche – vor allem auch deswegen, weil ich ja bis vor Kurzem selbst in einem Klassenzimmer stand und mitansehen konnte oder musste, welche Herausforderungen und Veränderungen auf uns zukommen. Unsere Antworten, die wir geben, sind bestenfalls halbherzig, um nicht zu sagen: nicht ausreichend. Ein Drittel mehr Mädchen mit Angststörungen in Kliniken seit 2019. Essstörungen und Depressionen steigen dramatisch an, und was tun wir? Wir diskutieren über mental health coaches an Schulen – als ob das auch nur ansatzweise ausreichen würde. Wo bleibt die umfassende Strategie zur Prävention? Wo sind die massiven Investitionen? Wo sind unsere Ansätze, um an den Wurzeln anzusetzen? Besonders erschreckend ist auch die Geschlechterkluft. Mädchen leiden überproportional, während die Jungen möglicherweise durch das Raster fallen. Lassen Sie mich auch an dieser Stelle eines klarstellen: Zustände wie während der Corona‑Pandemie, die diese mentalen Krankheiten massiv befeuert haben, dürfen sich unter keinen Umständen mehr wiederholen.
Die verheerenden Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa, der Verlust von Menschenleben und die Bereitschaft der EU, auf solche durch den Klimawandel verschlimmerten Katastrophen zu reagieren (Aussprache)
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Die jüngste Unwetterkatastrophe hat nicht nur Österreich, sondern auch viele unserer Nachbarländer in Mitteleuropa schwer getroffen. Die Bilder der Verwüstung und die Berichte über die betroffenen Gemeinden sind erschütternd. Diese Ereignisse erinnern uns daran, wie verletzlich unsere Gesellschaften gegenüber den Kräften der Natur sind und wie wichtig es ist, auf solche Krisen vorbereitet zu sein. Obwohl die Europäische Union erste Hilfe über ihr Erdbeobachtungsprogramm Copernicus geleistet hat, bleibt die Reaktion unzureichend. Bis zum Nachmittag des 16. September war der EU‑Zivilschutzmechanismus noch nicht offiziell aktiviert worden. Dies zeigt deutlich, dass es an konkreten Maßnahmen fehlt, die den Menschen vor Ort in diesen Zeiten der Krise helfen. Die Verzögerung bei der Aktivierung solcher Mechanismen kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten und ist inakzeptabel. Es ist dringend erforderlich, dass die EU ihre Mechanismen zur Krisenbewältigung verbessert und schneller handelt. Wir müssen aus diesen Ereignissen lernen und sicherstellen, dass wir besser vorbereitet sind. Dazu gehört auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und eine effektivere Nutzung der vorhandenen Mittel. Es ist meine erste Rede hier in diesem Hohen Haus, und inmitten dieser Herausforderungen möchte ich den unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Helfer hervorheben. Ihr Engagement und ihre Solidarität sind ein leuchtendes Beispiel für Menschlichkeit in Zeiten der Not. Diese Helfer arbeiten oft unter extrem schwierigen Bedingungen und riskieren ihr eigenes Leben, um anderen zu helfen. Besonders tragisch ist der Verlust von vier Menschenleben in Österreich, unter ihnen ein mutiger Feuerwehrmann, dessen Opfer wir mit tiefem Respekt ehren. Sein Einsatz erinnert uns daran, was wahre Hingabe bedeutet. Lassen Sie uns gemeinsam für eine bessere Vorbereitung auf solche Katastrophen kämpfen, für Österreich und die Menschen in Europa! Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir sicherstellen, dass wir zukünftigen Herausforderungen gewachsen sind, und unseren Bürgern die Sicherheit bieten, die sie verdienen.