17
Jun
2026
Ansehen
Widerstandsfähigkeit des europäischen Verkehrssektors und Notwendigkeit, die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern angesichts der anhaltenden geopolitischen Instabilität sicherzustellen (Aussprache)
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Haider! Er ist zwar nicht mehr da, aber ich richte diese erste Anekdote an Sie. Kennen Sie noch Wickie und die starken Männer? Da gibt es so Szenen, wo Wikinger auf einem Ruderboot rudern, aber irgendwie kommen sie nicht voran, und trotzdem rudern sie einfach immer mehr. Und dann kommt Wickie und sagt: „Ich hab's!″ und reibt sich kurz an der Nase: „Das Problem ist nicht, dass wir nicht fest genug rudern; das Problem ist, dass wir in die falsche Richtung fahren.″ Und das ist europäische Verkehrspolitik im Moment. Jede Energiekrise, jeder geopolitische Konflikt, den wir in diesem Haus besprechen, jeder Preisschock zeigt uns eine Schwachstelle, nämlich unsere Abhängigkeit von fossilen Energien, die uns seit Jahrzehnten verwundbar macht und wofür wir jetzt gerade bezahlen, nämlich die Bürgerinnen und Bürger Europas. Und trotzdem gibt es in diesem Haus politische Kräfte, die sich hier herstellen und die sagen: Na ja, die Lösung ist einfach, wir machen weiter wie bisher: mehr Öl, mehr Gas, mehr Abhängigkeit, ein kleines bisschen mehr Rudern. Dabei sollten wir uns wie Wickie an der Nase nehmen und sagen, diese Abhängigkeit ist zu beenden; die Autoindustrie mit einem Plan, der Elektrifizierung heißt, in die Zukunft führen und dabei Arbeitsplätze schützen und tatsächlich den Güterverkehr auf die Schiene verlegen. Wer heute rudert, wird morgen feststellen: Die anderen sind längst am Ziel.