11
Mär
2024
Ansehen
Begründung ausdrücklicher Umweltaussagen und die diesbezügliche Kommunikation (Richtlinie über Umweltaussagen) (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar Thierry Breton, werte Kolleginnen und Kollegen, „Null Pestizidrückstände“, „CO2-neutral“, „Schutz der Umwelt“ sind allesamt grüne Angaben, die 61 % der Verbraucherinnen und Verbraucher in der Europäischen Union nur schwer entziffern können. Und das aus folgendem Grund: In den meisten Fällen handelt es sich um Grünfärberei. Die Fraktion der Grünen/EFA begrüßte daher vor einem Jahr den Vorschlag der Kommission, diese Behauptungen zu regeln. Als Berichterstatter für dieses Dossier im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung muss ich sagen, dass wir große Bedenken hinsichtlich der PEF-Methode für landwirtschaftliche Erzeugnisse haben. Bei dieser Methode werden weder die positiven noch die negativen externen Effekte der Herstellung eines Produkts derselben Kategorie berücksichtigt. Kurz gesagt, sie unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Produktionsmodellen. Nach harten Verhandlungen ermöglicht der vorliegende Vorschlag die Möglichkeit alternativer Methoden, und wir werden sicherstellen, dass dies in den bevorstehenden Verhandlungen berücksichtigt wird. Schließlich hatten wir eine weitere Sorge über dieses Dossier bezüglich der ursprünglichen ökologischen/biologischen Produktion, die über die europäische Bio-Verordnung hinausgeht. Diese Produktionen machen Ökosystemleistungen unermesslich, und wir möchten, dass die Kommission dies anerkennt. Mit Artikel 10 wurde ein erster Schritt getan. Um die Überprüfungen zu vereinfachen, können diese Pioniere der Landwirtschaft meines Erachtens die ersten sein, die von diesem Artikel betroffen sind. Auch hier verfolgen wir das Thema aufmerksam.