23
Okt
2024
Ansehen
Notwendigkeit der Stärkung des Schienenverkehrs und des Eisenbahnsektors in Europa (Aussprache)
Seit den 1990er Jahren fördern wir den Übergang von der Straße auf die Schiene, da wir uns bewusst sind, dass die Mittel- und Langstreckenschiene der effizienteste Verkehrsträger und eine nachhaltige Alternative zum Straßen- und Luftverkehr ist. Wir haben uns verpflichtet, das TEN-V-Netz bis 2030 aufzubauen, um unsere Ziele des Grünen Deals, die Verkehrsemissionen um 90 % zu senken, zu erreichen. All dies geht mit einer Kofinanzierung aus verschiedenen europäischen Fonds einher. Die Realität ist jedoch, dass die Schiene nicht so stark genutzt wird, wie sie sollte, und dies wird durch die Zahlen für 2020 bestätigt, wonach die Schiene nur 5 % des Personenverkehrs und 11 % des Güterverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausmachte. Wir beobachten auch, dass die Investitionen in die Straße weiterhin die Investitionen in die Schiene und die Schließung von Eisenbahnstrecken in ländlichen und grenzüberschreitenden Gebieten übertreffen. Obwohl im derzeitigen EU-Haushalt 26 Milliarden Euro für den Verkehr im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ vorgesehen sind, reicht dies einfach nicht aus. Ich denke, wir müssen alle zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere Eisenbahnpläne nicht nur auf dem Papier sind. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um die Schiene zum Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in allen europäischen Regionen zu machen und allen unseren Bürgern unabhängig von ihrem Wohnort zugänglich zu machen. Deshalb müssen wir Barrierefreiheitsstandards für den öffentlichen Verkehr entwickeln, die unseren Bürgern den Zugang zu wesentlichen Einrichtungen ermöglichen, ohne dass ein privates Auto erforderlich ist. Damit sorgen wir nicht nur für Emissionsreduktionen, sondern ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist der Verbleib der Menschen im ländlichen Raum und damit die demografische Erneuerung.