23
Nov
2022
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Ein Rahmen für die biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 und die COP 15 des VN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Aussprache)
Herr Präsident, auf der COP15 in Montreal werden wir hoffentlich ein globales Abkommen treffen, um mindestens 30 % der Land- und Ozeane der Welt wirksam zu schützen. Manche finden das ein bisschen zu viel. Wie können wir jemals zulassen, dass die Natur in 30% des Planeten gedeiht? Nun, es gibt eine einfache Antwort: Das nennt man De-Growth. Wirtschaftswachstum trägt zum Verlust an biologischer Vielfalt bei, trägt aber nicht unbedingt zu unserem Wohlergehen bei. Wenn wir klug wären, könnten wir den Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren und einen massiven Druck auf den Planeten ausüben. De-Growth ist nichts, wovor man sich fürchten muss, es sei denn, man ist ein milliardenschwerer Kapitalist, der eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt, die keinen sozialen Nutzen hat. Es geht darum, unnötige Produktion und Verbrauch so zu entskalieren, dass unser Wohlbefinden und die ökologischen Bedingungen tatsächlich verbessert werden. In einer so ungleichen Welt ist dies sicherlich etwas, das wir alle wollen sollten. Der Kapitalismus basiert auf ewigem Wachstum, und der Kapitalismus hat dem Planeten unermesslichen Schaden zugefügt. Wie lange noch, bis wir erkennen, dass wir die Klimakrise nicht mit dem Kapitalismus lösen können?