16
Jun
2026
Ansehen
Verwirklichung der digitalen Souveränität und Resilienz Europas angesichts der jüngsten Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf den Zugang zu fortschrittlichen KI-Technologien (Aussprache)
Herr Präsident, das europäische Paket zur technologischen Souveränität ist eine gute Nachricht, da es angeblich darauf abzielt, Europas digitale Autonomie und Resilienz zu stärken. Das Paket unterstützt jedoch in erster Linie einen marktgerechten Ausbau der Rechenzentren und der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, wodurch entweder eine Marktfragmentierung zwischen den Mitgliedstaaten oder die Verlagerung von Abhängigkeiten von Drittländern wie China oder den USA in Abhängigkeit von europäischen Oligopolen riskiert wird. Bitte beachten Sie, dass das Problem nicht nur darin besteht, dass Europa genügend Chips, Cloud- und künstliche Intelligenz-Infrastrukturen benötigt. Das politische Problem besteht darin, dass die Kommission Gefahr läuft, Souveränität hauptsächlich als Industrie- und Marktziel und nicht als demokratisches, soziales und ökologisches Ziel zu definieren. Unsere Anliegen sind bisher: das Gleichgewicht zwischen technologischer Souveränität und demokratischer Kontrolle; Vereinfachung kann nicht gleichbedeutend mit Deregulierung sein, wie wir es im KI-Omnibus sehen; die Open-Source-Strategie darf nicht symbolisch bleiben, sondern ernst genommen werden; und die Energiedimension des Pakets. Wir werden jede Wiederbelebung der Kernenergie ablehnen‑-basierte Lösungen. So gute Absichten in den Schlagzeilen, aber im Kleingedruckten noch viel zu verbessern.