28
Apr
2026
Ansehen
Zwischenbericht über den Vorschlag für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 (Aussprache)
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, zunächst möchte ich den beiden Kollegen, den beiden Berichterstattern, Frau Tavares und Herrn Siegfried Mureșan, gratulieren und ihnen danken. Die Regionalentwicklungspolitik ist das wichtigste Instrument für Strukturinvestitionen und die Grundlage der Solidarität der Europäischen Union. Heute steht dieses wesentliche Instrument jedoch unter Druck und läuft nach und nach Gefahr, ausgegrenzt oder sogar verwässert zu werden. Als Vorsitzende des Ausschusses für regionale Entwicklung begrüße ich, dass der Zwischenbericht über den nächsten MFR den Forderungen des REGI-Ausschusses entspricht und eine Aufstockung des Kohäsionshaushalts um rund 78 Mrd. EUR, eine separate Haushaltslinie und separate Mittelzuweisungen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Kohäsionsfonds und Interreg vorsieht. Dabei handelt es sich um strukturelle Finanzierungsinstrumente, die in allen Regionen der Union, einschließlich ihrer Region, der Nordostregion Rumäniens und der Region Moldau, greifbare Ergebnisse erbracht haben. Der REGI-Ausschuss unterstützt die Aufnahme regionaler Kapitel in die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne und die Gewährleistung einer echten Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Pläne. Was die Aufhebung der Mittelbindung betrifft, so würde der Vorschlag der Kommission, von N+3 auf N+10 Monate umzustellen, inakzeptablen Druck auf die Verwaltungsbehörden ausüben. Die Einhaltung der N+3-Regel ist unerlässlich. Ich stehe solidarisch zu den Forderungen der Bürgermeister und Präsidenten der Regionen und plädiere für eine moderne, flexible Kohäsionspolitik, die an neue Herausforderungen angepasst ist und durch einen soliden Haushalt und eine gesonderte Mittelzuweisung im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen untermauert wird. Die Kohäsionspolitik ist und bleibt die Grundsäule für die Konvergenz, das Wachstum und die Entwicklung der Regionen der Europäischen Union.