7
Jul
2021
Ansehen
Aktueller Stand der Umsetzung der Verordnungen über das digitale COVID-Zertifikat der EU (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar Reynders, es hat genau drei Monate und 15 Tage gedauert, bis die Europäische Union das europäische COVID-19-Zertifikat eingeführt hat und wir unsere Freizügigkeit zwischen den Mitgliedstaaten wiedererlangt haben. Nur dreieinhalb Monate, bis unser europäischer Gesundheitspass in Kraft tritt. Dreieinhalb Monate lang arbeiteten das Parlament und die Mitgliedstaaten zusammen, um eine Einigung über die Modalitäten für die Umsetzung dieses Zertifikats zu erzielen. Dreieinhalb Monate haben es der EU ermöglicht, ein digitales Portal zu entwickeln, das mit den nationalen Systemen verbunden ist und über das jeder Mitgliedstaat die Echtheit eines Impfzertifikats, eines negativen PCR-Tests oder eines Genesungszertifikats überprüfen kann, das von einem anderen europäischen Land ausgestellt wurde. Ich möchte hier insbesondere unserem Berichterstatter Jeroen Lenaers zu seiner beispielhaften Arbeit gratulieren. Seit dem Inkrafttreten am 1. Juli haben bereits 250 Millionen Bürgerinnen und Bürger dieses Zertifikat heruntergeladen, d. h. mehr als jeder zweite EU-Bürger. Die Europäische Union hat sich hier als äußerst wirksam erwiesen, um es jedem von uns zu ermöglichen, diesen Sommer zu reisen und so die Tourismusbranche wiederzubeleben – 50 % des weltweiten Tourismus, das muss daran erinnert werden, findet in den europäischen Ländern statt. Also ja, dieser europäische Gesundheitspass ist ein echter Erfolg. Es liegt nun in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten, ihre Impfstrategie anzupassen, um mehr zu impfen und dafür zu sorgen, dass die Wiederbelebung der Kontamination, die noch relativ lokal ist und auf das Auftreten neuer Varianten zurückzuführen ist, nicht zunimmt.