3
Okt
2022
Ansehen
Weiteres Vorgehen in den Bemühungen um eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Aquakultur in der EU (Aussprache)
Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen, wir haben einen sehr guten Bericht zur Unterstützung der Aquakultur vor uns. Ich möchte insbesondere unserer Kollegin Clara Aguilera für die Arbeit danken, die sie bei der Koordinierung unserer Arbeit geleistet hat. Die Unterstützung der Aquakultur ist ein Engagement, das von einem Sektor erwartet wurde, der weiterhin ein Erbe weitergibt, ein Know-how, das seit Jahrhunderten gepflegt wird, das sich immer wieder neu erfindet, dem wir jedoch unsere Landschaften gestalten und unsere Ökosysteme ausbalancieren müssen. Dies ist auch ein unverzichtbares Engagement, um die Ernährungsresilienz der europäischen Länder zu verbessern. Heute werden 70 % der Meeres- und Süßwasserprodukte importiert. Und wenn wir wilde Fische nicht gefährden wollen, dann müssen wir unsere Produktion erhöhen, indem wir die Aquakultur unterstützen. Dazu bedarf es eines politischen Willens, der auf Dauer Bestand hat. Wir brauchen Vertrauen in diesen Sektor und schließlich eine umfassende Strategie zum Schutz der Ökosysteme. Wir werden viel über den Kormoran sprechen, denn der Kormoran wurde von der Europäischen Union seit Jahrzehnten erfolgreich geschützt. Aber heute geht es diesem Vogel, der keine Raubtiere hat, gut. Er hat sich sesshaft gemacht und gefährdet nun selbst Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind. Es gefährdet auch das gesamte Gleichgewicht dieser Branche. Schließlich müssen wir diesen Schutz im Rahmen der Habitat-Richtlinie überarbeiten, wenn wir eine nachhaltige Entwicklung der Aquakultur ermöglichen wollen. Es geht um die Wiederherstellung eines Ökosystems, es geht darum, sich wirklich um unsere Umwelt und die Natur zu kümmern, um diese absolut notwendige Debatte auf den Tisch zu legen.