10
Sep
2025
Ansehen
Chinas unbegründete Entscheidung betreffend die Erhebung von Zöllen auf Schweinefleischerzeugnisse aus der EU sowie die Notwendigkeit der Unterstützung von europäischen Landwirten und Arbeitskräften (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar, der Handel sollte ein Raum der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Wohlstands bleiben, nicht ein geopolitisches Schlachtfeld und wirtschaftliche Konflikte. Aber es muss klar sein: Diese Traumwelt ist eine Illusion in der Stunde der Rückkehr des kriegerischen Imperialismus. Peking hat eine Entscheidung getroffen. Eine schädliche Entscheidung, die Europäische Union mit unfairen Vergeltungsmaßnahmen ins Visier zu nehmen. Eine Reaktion auf die bloße Tatsache, dass die Europäer die Regeln durchsetzen wollen, Regeln, die China selbst akzeptiert. Nachdem wir Cognac ins Visier genommen haben, beruht die Erhöhung der Zölle als Vergeltung für unsere Schweineexporte auf einer schwachen Grundlage. Eine Logik des politischen Drucks und nicht der Handelsgerechtigkeit darf nicht die Grundlage für Diskussionen und unsere Beziehung sein. Es ist nicht nur eine Frage des Handels. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, der Solidarität, der Fairness. Diese Maßnahmen werden konkrete Auswirkungen haben: Tausende Arbeitsplätze bedroht, Betriebe gefährdet, in Gebieten wie meiner Region, der Bretagne. Wir fordern China auf, diese Entscheidung zu überdenken und im Geiste der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts einen Dialog zu führen. Handelsstreitigkeiten werden nicht durch gezielte Sanktionen beigelegt, sondern durch Verhandlungen, Ausgewogenheit und Transparenz.