8
Mär
2022
Ansehen
Die sich verschlechternde Flüchtlingssituation infolge von Russlands Aggression gegen die Ukraine (Aussprache)
Frau Präsidentin, es tut mir leid. Herr Kommissar, es tut mir leid. Frau Ministerin, es tut mir leid. Die brutale Aggression Russlands gegen die Ukraine erfordert die höchste Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft, und die Täter dieses Übels sollten die verrückten Entscheidungen und die daraus resultierenden tragischen Folgen bedauern. Die Luftangriffe und Bombardierungen von Wohnsiedlungen oder die Blockierung humanitärer Korridore durch die russische Armee sollten als Verbrechen bezeichnet und um jeden Preis gestoppt werden. Polen und andere EU-Länder haben bereits rund zwei Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, und wir erwarten, dass es noch mehr geben wird. Die EU-Organe und die Mitgliedstaaten sollten für die weite Öffnung der Grenzen und das erste humanitäre Hilfspaket für die Ukraine gelobt werden. Wir müssen jedoch daran denken, den Ukrainern auch langfristig Hoffnung auf ein relativ normales Leben in der Union zu geben. Die derzeitige Hilfe, die hauptsächlich von gewöhnlichen, von Herzen kommenden Bürgerinnen und Bürgern geleistet wird, muss letztlich die konkrete finanzielle und organisatorische Unterstützung durch die EU-Institutionen und die nationalen Institutionen ersetzen. Hilfsprogramme müssen in erster Linie an die lokalen Gebietskörperschaften gerichtet werden, die bereits die größten Kosten für Direktbeihilfen tragen. Eine effiziente Legalisierung des Wohnsitzes, der Arbeitsplätze, der medizinischen Versorgung und des Zugangs zu Bildung für Kinder muss organisiert werden, um den ukrainischen Familien Frieden und einen Ersatz für die Normalität nach den Gräueltaten des Krieges zu bieten. In Polen sagen wir, dass wahre Freunde in Armut getroffen werden. Heute durchlaufen wir den größten Test der Freundschaft, Gemeinschaft mit der europäischen Ukraine.