5
Okt
2022
Ansehen
Ergebnis der Überprüfung des 15-Punkte-Aktionsplans für Handel und nachhaltige Entwicklung durch die Kommission (Aussprache)
Herr Präsident, vielen Dank. Herr Kommissar, vielen Dank. Die EU durchlebt derzeit die schlimmste Krise der Neuzeit: Herausforderungen in den Bereichen Energie, Inflation, Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Klima und Nachhaltigkeit und die rechtswidrige Invasion Russlands in die Ukraine. Die multilaterale Weltordnung wird durch zunehmend aggressives Machtspiel bedroht. Das schwierige externe Umfeld unterstreicht die Bedeutung der Europäischen Gemeinschaft und der grenzüberschreitenden Herausforderungen, die grenzüberschreitende Lösungen erfordern. Jetzt muss die EU den Freihandel schützen und im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit an der ehrgeizigen Nachhaltigkeitsagenda der EU arbeiten und Resilienz zur Bewältigung künftiger Krisen aufbauen. Offenheit zahlt sich aus – auch in einer unruhigen Welt. Wir müssen mit Ländern aus allen Teilen der Welt Handel treiben. Die EU und Neuseeland haben jetzt ein Freihandelsabkommen geschlossen, und wir müssen die Verhandlungen mit beispielsweise Australien, Chile und Mexiko vorantreiben. Es ist auch an der Zeit, das Abkommen zwischen der EU und dem Mercosur aus dem Gefrierschrank zu heben und einen Markt für über 260 Millionen Verbraucher zu öffnen – ein Abkommen, für das es sich zu kämpfen lohnt. Dazu gehören auch ein ehrgeiziges Kapitel über nachhaltige Entwicklung und ein klares Bekenntnis zur wirksamen Umsetzung des Übereinkommens von Paris. Nachhaltigkeitskapitel sollten den Abschluss von Freihandelsabkommen fördern und nicht mehr Hindernisse schaffen, die bereits komplexe Verhandlungen erschweren. Die EU sollte bestehende Freihandelsabkommen nicht auflösen. Wir werden neue zeichnen.