12
Sep
2023
Ansehen
Luftqualität und saubere Luft für Europa (Aussprache)
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar, schön, dass Sie heute hier sind, liebe Kolleginnen und Kollegen. In der Europäischen Union können wir zu Recht darauf stolz sein, dass die Luftqualität in der Europäischen Union in den letzten Jahren besser geworden ist, weil wir als Europäerinnen und Europäer gemeinsam Gesetze erlassen haben, die dafür gesorgt haben, dass Menschen in der Europäischen Union gesünder leben können. Und trotzdem: Mehr als 300 000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen schlechter Luft. Das ist ein Umstand, den wir nicht einfach so hinnehmen können und den wir tatsächlich auch adressieren müssen. Deswegen brauchen wir eine Gesetzgebung, die auf der einen Seite sicherstellt, dass die Luftqualität noch weiter zunimmt. Und nur weil sie jetzt schon in Ordnung ist, heißt das ja nicht, dass man die Hände in den Schoss legen kann. Ich lade Sie gerne ein, in Städte zu gehen, wo der Verkehr an Wohngebäuden vorbeidonnert, wo Menschen in Gebieten wohnen müssen, wo die Luft schlecht ist und sich eben nicht das Häuschen dort leisten können, wo die Wohnqualität gut ist, oder sich neue Luftfilter kaufen können. Deswegen ist die Frage nach sauberer Luft eine essenzielle und sie ist vor allen Dingen eine politische. Es ist etwas einfach zu sagen: Na ja, wir wollen keine Grenzwerte setzen, die Fahrverbote verursachen, und sich dann gleichzeitig nicht darum kümmern, dass Verbrennungsmotoren sauberer sind. So kann man die Hände immer in den Schoss legen. Aber das ist ehrlicherweise nicht die Art, wie wir Politik machen wollen, sondern wir wollen Grenzwerte, die wir erreichen können, und dafür tatsächlich auch die politischen Rahmenbedingungen setzen, damit weniger Menschen in der Europäischen Union sterben und wir alle gute Luft haben. Daran können wir morgen gemeinsam arbeiten. Ich hoffe, dass sich morgen bei der Abstimmung die Vernunft dann auch durchsetzen wird.