13
Mär
2023
Ansehen
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung) (Aussprache)
Frau Präsidentin, Frau Kommissarin Simson, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind heute hier, um einen weiteren Schritt hin zu einer nachhaltigeren und energieeffizienteren Lebensweise zu machen. Was wir heute tun wollen, ist, den Bürgerinnen und Bürgern in den Mitgliedstaaten ein vollständiges Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, um bis 2050 einen emissionsfreien und vollständig dekarbonisierten Gebäudebestand zu erreichen. Wie soll das ein realistischer Rahmen sein? Erstens durch die Erleichterung einer gezielteren Finanzierung von Investitionen im Bausektor und zweitens durch die Ergänzung anderer EU-Instrumente, die in diesem Sinne schutzbedürftige Verbraucher unterstützen und die Energiearmut bekämpfen. Dieser Rechtsakt steht im Zusammenhang mit dem Paket „Fit für 55“. Wir müssen zugeben, dass es für diesen Vorschlag keine leichte Aufgabe war, zu einem Konsens zu gelangen, und ich möchte allen an diesem Dossier beteiligten Kollegen gratulieren, da wir uns sehr bewusst sind, dass es sich um eine Übung handelt, die einen Rahmen für die Gebäuderenovierung erfordert, bei der die Kosteneffizienz, die lokalen Gegebenheiten und auch die Vielfalt unserer Gebäude berücksichtigt werden müssen. Lassen Sie mich jedoch erwähnen, dass wir durch die Definition von Netto-Null-Gebäuden, den schrittweisen Ausstieg aus dem Heizsystem für fossile Brennstoffe in Gebäuden bis 2035 und, falls dies nicht bis spätestens 2040 möglich ist, durch die Gewährleistung des Zugangs zu Finanzmitteln zu günstigen Bedingungen, die Erleichterung des Einsatzes von Finanzierungsinstrumenten und innovativen Systemen wie dem Europäischen Renovierungsdarlehen oder einem Europäischen Garantiefonds für Gebäuderenovierungen, durch die Suche nach einer gemeinsamen Grundlage für Mindeststandards für die Gesamtenergieeffizienz und durch die Verbesserung der Infrastruktur für nachhaltige Mobilität endlich einen Kompromiss erzielt haben. Herr Kommissar Simson, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben eine solide Grundlage für die beschleunigten Bemühungen im Rahmen der Renovierungswelle geschaffen, die jährliche Renovierungsrate bis 2030 mindestens zu verdoppeln und in den nächsten Jahrzehnten auf dekarbonisierte Gebäude umzustellen.