—
Transparenz in der EU in Bezug auf die Entwicklung, den Kauf und die Verteilung von COVID-19-Impfstoffen (Aussprache)
Die COVID-19-Pandemie hat unsere Wirtschaft, Bildung und Gesundheit schwer getroffen und destabilisiert. Fast sofort begann der Wettlauf gegen die Zeit von Wissenschaftlern, Herstellern von Medikamenten und Impfstoffen sowie Behörden. Die rasche Reaktion der Europäischen Kommission, die Finanzierung der Impfstoffforschung und die Verhandlungen mit den Impfstoffherstellern ermöglichten eine intensive Impfkampagne. Es besteht kein Zweifel, dass der gemeinsame Kauf von Impfstoffen ein großer Erfolg ist. Gemeinsam sind wir stärker. Die Bürger sind jedoch besorgt über die mangelnde Transparenz beim Kauf und Vertrieb von Impfstoffen. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht auf mehr Transparenz bei der Verwendung öffentlicher Mittel, insbesondere im Zusammenhang mit einem wichtigen Thema wie der öffentlichen Gesundheit. Transparenz ermöglicht eine bessere öffentliche Kontrolle, stärkt aber auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Institutionen. Der Mangel an Informationen im öffentlichen Raum führt dazu, dass die Bürger dieses Vertrauen nicht nur in die Union, sondern auch in Impfstoffe im Allgemeinen verlieren, und das können wir uns nicht leisten. Darüber hinaus sollten wir unsere Fehler analysieren und Schlussfolgerungen ziehen. Plötzliche Unterbrechungen bei der Versorgung mit Impfstoffen verursachten enorme organisatorische Schwierigkeiten und machten es unmöglich, den Impfplan einzuhalten. Die COVID-19-Pandemie ist noch nicht abgeschlossen und es werden laufend neue Verträge mit Pharmaunternehmen unterzeichnet. Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass solche Situationen in Zukunft nicht auftreten, und dies sollte zum Zeitpunkt des Abschlusses der Verträge berücksichtigt werden.