21
Okt
2025
Ansehen
Institutionelle Folgen der EU-Beitrittsverhandlungen (Aussprache)
Herr Präsident, meine Damen und Herren, die Erweiterung der Europäischen Union ist eine klare politische Entscheidung. Heute haben die Beitrittsprozesse wieder an Dynamik gewonnen, aber wenn wir neue Mitglieder begrüßen wollen, können wir nicht nur Stühle hinzufügen: Vor der Erweiterung braucht die Union tiefgreifende institutionelle Reformen für eine wirksamere, vereinfachte und gezieltere Entscheidungsfindung. Wir müssen Hand in Hand gehen. Sogar der Draghi-Bericht, der oft in diesen Klassenzimmern erwähnt wird, sagt es klar: Vertragsänderungen sind erforderlich, um die Einstimmigkeitszwänge zu überwinden. Und wenn Sie es nicht sofort tun können, nutzen wir Tools, die wir bereits haben, wie Passerelle-Klauseln und verstärkte Zusammenarbeit. Aber ich sage mehr: Diejenigen, die bereit sind, gemeinsam mehr zu tun, tun dies, ohne Angst vor einer differenzierten Integration zu haben. Es bedarf ernsthafter Arbeit, damit jeder neue Beitritt die Einheit Europas nicht verwässert, sondern sie geeinter, stärker und bürgernäher macht. Wir können dies tun, indem wir mit Engagement und Entschlossenheit zusammenarbeiten.