10
Mär
2026
Ansehen
Wohnraumkrise in der Europäischen Union, mit dem Ziel, Lösungsansätze für angemessenen, nachhaltigen und erschwinglichen Wohnraum vorzuschlagen (Aussprache)
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Kommissar Jergensen, Wohnen ist ein Gefühl der Sicherheit, die Grundlage der Familie und auch eine wirtschaftliche Frage. Die Herausforderungen sind von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich. Während kurzfristige Mietwohnungen in Südeuropa unter Druck stehen, sind die Herausforderungen in den baltischen Staaten für die fünfstöckigen Einwanderer, die während der sowjetischen Besatzung gebaut wurden, ganz anders. Es ist für junge Menschen schwierig, ihr erstes Haus zu kaufen, weil die Anforderungen der Banken zu hoch sind. Für Senioren und Familien sind Heizkosten in nicht isolierten Gebäuden eine große Belastung. Der Wohnungsbau liegt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten, und eine gemeinsame Lösung für ganz Europa wird nicht funktionieren – wir erkennen dies im Bericht unseres Ausschusses an, aber die wichtigsten Handlungslinien sind klar. Erstens sind mehr Investitionen in Renovierungen und Energieeffizienz erforderlich, indem die Vorschriften für staatliche Beihilfen verbessert werden. Dies bedeutet niedrigere Rechnungen und eine bessere Lebensqualität. Zweitens muss das Angebot an erschwinglichem Wohnraum sowohl durch den Bau neuer und leerstehender Gebäude als auch durch Brachflächen im Einklang mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und des Neuen Bauhauses über die Europäische Investitionsplattform in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und den Entwicklungsbanken der Mitgliedstaaten erhöht werden. Natürlich muss die Bürokratie abgebaut werden. Übermäßige Anforderungen machen Projekte teurer und verlängern sie. Die Digitalisierung ist sehr wichtig. Schließlich müssen Investitionen in den Regionen getätigt werden. Vor allem an der Ostgrenze Europas, da die zunehmende Entvölkerung auch ein Sicherheitsproblem ist.