28
Feb
2024
Ansehen
Vertiefung der EU-Integration mit Blick auf eine künftige Erweiterung (Aussprache)
Herr Präsident, zu sagen, dass die Erweiterung eine Zentralisierung der EU durch Vertragsänderungen erfordert, ist eine eklatante Lüge. Diese Behauptung ist faktisch falsch und voreingenommen, sowohl politisch als auch ideologisch. Die Erweiterung ist nur ein falscher Vorwand, um wie geplant einen europäischen Superstaat aufzubauen, der die heutige Europäische Union ersetzen soll. Der letzte Beweis dafür ist, dass die geplante Reform vorschlägt, das Veto gegen die Entscheidung über die Erweiterung beizubehalten und nicht zu beseitigen. Die umfangreichen wissenschaftlichen empirischen Untersuchungen, in denen die Auswirkungen früherer Erweiterungen – von den ersten bis zu den letzten Jahren – auf die Funktionsweise der EU-Organe analysiert wurden, belegen, dass sich die Erweiterung nicht negativ auf die Entscheidungsfähigkeit der EU ausgewirkt hat. Sie wird auch durch die Dokumente des Ratssekretariats bestätigt. Im Gegenteil, empirische Daten belegen, dass die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung tatsächlich zugenommen hat. Darüber hinaus zeigen verschiedene ernsthafte wissenschaftliche Studien, dass nach jeder Erweiterung die Entscheidungsfindung schneller war, als es mehr Mitgliedstaaten gab. Darüber hinaus sagen Experten, dass Sie im Hinblick auf die Erweiterung dezentralisieren und nicht weiter zentralisieren sollten. Eine Zentralisierung der Reform ist daher nicht notwendig und wäre in dieser Hinsicht kontraproduktiv.