31
Mai
2023
Ansehen
Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und der Grundrechte in Ungarn und eingefrorene EU-Gelder (Aussprache)
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, Herr Kommissar, der Grund für die heutige Aussprache waren besorgniserregende und irritierende Signale, dass die Kommission, Herr Kommissar Hahn, kurz vor einer Einigung mit der Regierung Orbán stand. Ich denke jedoch, dass wir sehr deutlich machen sollten, dass es keinen Deal gibt, weil es keine Verhandlungen gibt. Es wird geprüft, ob die Kriterien, die im Übrigen die Rechtsstaatlichkeit und nicht die Buchführung betreffen, erfüllt sind. Hören wir also auf, Gerüchte zu verbreiten und Signale zu geben, dass ein Deal bevorsteht. Was den Ratsvorsitz betrifft, so entscheiden die Mitgliedstaaten selbst über den Ratsvorsitz, aber wie üblich haben sie es nicht gewagt, Schritte zu unternehmen, da der Europäische Rat der Ort ist, an dem die Rechtsstaatlichkeit stirbt. Aber dieses Haus entscheidet, ob und wie mit dem Ratsvorsitz zusammenzuarbeiten ist. Ich schlage vor, dass wir die Präsidentschaft bis auf die Knochen berauben. Kein Glitzer und Glamour. Wir werden Orbán kein Podium für seine Propaganda geben. Stattdessen sollten wir jenen Ungarn ein Podium geben, die von Orbán zum Schweigen gebracht wurden – NRO, unabhängige Medien und Wissenschaftler. Meine Kolleginnen und Kollegen, machen wir es zum EU-Ratsvorsitz des ungarischen Volkes und nicht zum Ratsvorsitz von Orbán!