21
Mai
2026
Ansehen
Europäische Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames (Videospielzerstörung stoppen)“ (Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen, zunächst möchte ich den Organisatoren zum Sammeln von 1,3 Millionen Unterschriften gratulieren. Das zeigt, dass dieses Thema für die europäischen Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung ist. Heutzutage kann ein Videospiel 70 Euro oder mehr kosten. Stellen Sie sich vor, Sie bezahlen für ein Spiel, nur damit der Publisher es ein paar Monate später für immer ausschaltet. Kein Zugang, kein Eigentum, weg. Die meisten würden das als unfair bezeichnen. Dabei geht es nicht nur um Verbraucherrechte. Bei Videospielen geht es auch um Kultur. Sie bilden Gemeinschaften, entwickeln Kreativität, entwickeln Kompetenzen und sind Teil des digitalen Kulturerbes Europas. Wenn Sie ein Buch oder ein Brettspiel kaufen, erwarten Sie nicht, dass es über Nacht verschwindet. Warum sollten wir das in der digitalen Welt akzeptieren? Wir wissen, dass es technische Lösungen gibt. Einige Spiele funktionieren auch nach dem Ende des offiziellen Supports weiter. Es geht darum, Spiele spielbar zu halten, um Verantwortung gegenüber den Verbrauchern. Sie verdienen Transparenz und Rechtssicherheit. Aus diesem Grund sollte die Kommission nach einer ausgewogenen Lösung für Verbraucher, Verlage und Spieleentwickler suchen und diese Lücke im bevorstehenden Gesetz über digitale Fairness schließen.