18
Mai
2026
Ansehen
Negative handelsbezogene Auswirkungen globaler Überkapazitäten auf den Stahlmarkt der Union (Aussprache)
Herr Präsident, meine Damen und Herren, wir unterstützen das Stahlabkommen, aber - sagen wir es - es fehlt an Mut. Wir hätten uns von Anfang an Stahlprodukte gewünscht, weil Unternehmen und Arbeitnehmer nicht warten können und der Markt nicht auf Bürokratie wartet. Die Verschiebung um sechs Monate entspricht nicht der Realität unserer Industriebezirke, es ist eine Zeit, die für diejenigen, die produzieren, investieren und arbeiten, zu hohen Kosten wird. Wir bitten die Kommission um eine klare Zusage: die Erzeugnisse der Anhänge bis Dezember 2026 ohne weiteren Aufschub und ohne Mehrdeutigkeit aufzunehmen. Bereits 2016 hatte Präsident Juncker die Schwierigkeiten des Stahlsektors angeprangert. Es sind zehn Jahre vergangen. In der Zwischenzeit verzerren außereuropäische Akteure den Markt, konkurrieren unfair und dringen mit billigen Produkten in uns ein. Jede ungerechtfertigte Verzögerung ist nicht neutral, sie hat einen Preis: Unternehmen zahlen, Industrien zahlen, Arbeiter zahlen. Wir sagen es mit Nachdruck: Ohne Stahl gibt es keine Industrie. Ohne Industrie gibt es keine strategische Autonomie. Ohne strategische Autonomie bleibt Europa abhängig, fragil und weniger wettbewerbsfähig. Wir bitten die Kommission nicht um Worte, sondern um Taten: den europäischen Stahl konkret zu schützen und dies sofort zu tun, mit dem Pragmatismus, den die EKR immer gefordert hat. Weniger Ideologie...