Stärkung der Sicherheit an den europäischen Außengrenzen: Erfordernis eines ganzheitlichen Vorgehens und einer verstärkten Unterstützung von Frontex (Aussprache)
Vielen Dank, Vizepräsident Schinas. Die Aussprache ist abgeschlossen.
Schaffung von nachhaltigem, menschenwürdigem und erschwinglichem Wohnraum in der EU – Förderung von Investitionen, Privateigentum und Programmen des sozialen Wohnungsbaus (Aussprache)
Herr Präsident, meine Damen und Herren, Herr Kommissar, der Mangel an menschenwürdigem, nachhaltigem und erschwinglichem Wohnraum macht den Bürgern der Europäischen Union zunehmend Sorgen, und viele Familien sind mit übermäßigen Wohnkosten konfrontiert, die die Hauptkosten auf Kosten anderer lebenswichtiger Bedürfnisse sind. Darüber hinaus gibt es vor allem in Italien das Problem der illegalen Besetzung von Wohnungen. Derzeit gibt es in Italien rund 30 000 besetzte öffentliche Wohnungen sowie weitere 20 000 besetzte öffentliche oder private Häuser für insgesamt 50 000 Immobilien. Präsidentin von der Leyen selbst hat den Wohnungsnotstand zu den zu bewältigenden Herausforderungen gezählt und zum ersten Mal einen europäischen Plan für bezahlbaren Wohnraum vorgeschlagen, mit dem die im Rahmen der Kohäsionspolitik geplanten Investitionen in bezahlbaren Wohnraum verdoppelt werden sollen. Derzeit werden durch die Verordnung (EG) Nr. 1060 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Bestimmungen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung keine Wohnungsbauinvestitionen unterstützt, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Förderung der Energieeffizienz oder erneuerbarer Energien. Ich bin daher der Ansicht, dass die Europäische Kommission diesen Ansatz überprüfen sollte, indem sie für mehr Flexibilität bei der Finanzierung von Renovierungen oder dem Bau neuer Sozialwohnungen sorgt.
Bekämpfung von gezielten Falschmeldungen, Populismus und Desinformation in der EU – die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, des Medienpluralismus und des unabhängigen Journalismus (Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, meine Damen und Herren, Desinformation ist ein uraltes Phänomen, das jeden betrifft, unabhängig von seiner politischen Ausrichtung. Mit dem Aufkommen von Informationsquellen und Online-Plattformen ist die Manipulation der Wahrheit einfacher geworden, was zu Verwirrung und sehr riskantem Verhalten führt. Die europäischen und nationalen Behörden müssen einen neutralen Ansatz verfolgen, um das Problem anzugehen und das Recht auf freie Meinungsäußerung, ein Grundpfeiler unserer Demokratie, zu schützen. Der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Nachrichtenproduktion führt zu neuen Risiken und wir müssen auf die verwendeten Quellen achten. Die europäischen Rechtsvorschriften bilden eine solide Grundlage für gezielte Maßnahmen und werden es uns zusammen mit der Europäischen Beobachtungsstelle für digitale Medien und dem vom Präsidenten der Kommission vorgeschlagenen Schutzschild ermöglichen, das digitale Umfeld besser zu überwachen, die Auswirkungen von Desinformation zu verringern und ausländische Einflussnahme zu begrenzen. Wir müssen jedoch die Veröffentlichung und die gesamte Veröffentlichungskette mit neuen Ressourcen und Regeln unterstützen, auch um alle technologischen Veränderungen zu berücksichtigen und den Journalismus und das Urheberrecht angemessen zu schützen.
Die Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen in einer Reihe von Mitgliedstaaten und ihre Auswirkungen auf den Schengen-Raum (Aussprache)
Nach der Tagesordnung folgt die Aussprache über die Erklärung der Kommission zum Thema "Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen in einer Reihe von Mitgliedstaaten und ihre Folgen für den Schengen-Raum" (2024/2819(RSP)).
Ein Jahr nach den Terroranschlägen der Hamas vom 7. Oktober (Aussprache)
Nach der Tagesordnung folgt die Aussprache über die Erklärung der Kommission zum Thema "Ein Jahr nach den Terroranschlägen der Hamas vom 7. Oktober" (2024/2864(RSP)).
Anhaltende Probleme mit Antisemitismus in Europa und mit anderen Formen von Hetze und Hasskriminalität (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar, meine Damen und Herren, es ist wichtig anzuerkennen, dass die Europäische Union immer alle Formen von Rassenhass und Antisemitismus verurteilt hat, nicht zuletzt wegen ihrer tiefen Wurzeln. Die Explosion der Konflikte im vergangenen Oktober und die Bedrohung durch religiösen und politischen Radikalismus haben eine neue Welle des Hasses gegen das israelische Volk ausgelöst und die Brutstätten des Antisemitismus neu entfacht, die nie vollständig ausgelöscht wurden. Wir haben die Pflicht, wirksame Strategien zu entwickeln, um diesen Phänomenen und damit der Bedeutung der Strategie gegen Rassenhass und Antisemitismus entgegenzuwirken. Neben der Prävention und Bekämpfung von Hass müssen wir den politischen Dialog und den interreligiösen Dialog fördern, der ein Schlüsselelement für ein friedliches und inklusives Zusammenleben ist. Wir müssen Räume für den Dialog schaffen und die Bürger für unsere gemeinsame Geschichte sensibilisieren, indem wir digitale Technologien zu unseren Gunsten einsetzen, die allzu oft dazu genutzt werden, Hass und Gewalt zu verbreiten. All diese Phänomene stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Freiheit und Würde aller dar, daher müssen wir alle europäischen Staaten ermutigen, tugendhaften Beispielen des Zusammenlebens zu folgen.