19
Mai
2026
Ansehen
EU-Steuerung unter Druck – institutionelle Antworten auf globale Herausforderungen (Aussprache)
Herr Präsident, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Was ist eigentlich das Geschäftsmodell der EU in dieser Zeit? Ich erinnere an die Montanunion, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die Frankreich und Deutschland aneinander binden sollte, damit Deutschland nicht wieder Krieg führt; die Römischen Verträge, die den Gemeinsamen Markt vorbereiteten; dann die 60er-Jahre, der Ausbau zur Europäischen Gemeinschaft, zur Zollunion; dann die Einheitliche Akte 1986, die Vorbereitung für den Binnenmarkt; dann 1992/1994 Maastricht, EU-Bürgerschaft, Wirtschafts- und Währungsunion; dann die Osterweiterung, und 2009 Lissabon mit dem Geschäftsmodell „ein stärkeres Europäisches Parlament und stärkere Institutionen“. Aber was ist das Geschäftsmodell der Europäischen Union heute? Wir sind nicht vorbereitet auf die Putins, auf die Trumps, auf die Xis in dieser Zeit, die die Welt in Unordnung bringen. Für mich ist ganz klar: Das 21. Jahrhundert sollte ein Jahrhundert für die Europäische Union werden – die Europäische Union als sicherer Hafen für all die, die mit den Autokraten dieser Welt nicht arbeiten wollen!