Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
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Lukas Sieper | Deutschland DEU | Fraktionslose Mitglieder (NI) | 390 |
| 2 |
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Juan Fernando López Aguilar | Spanien ESP | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 354 |
| 3 |
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Sebastian Tynkkynen | Finnland FIN | Europäische Konservative und Reformer (EKR) | 331 |
| 4 |
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João Oliveira | Portugal PRT | Die Linke im Europäischen Parlament (GUE/NGL) | 232 |
| 5 |
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Vytenis Povilas Andriukaitis | Litauen LTU | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 227 |
Alle Beiträge (54)
Ergebnisse der COP 29 und Herausforderungen für die internationale Klimapolitik (Aussprache)
Herr Präsident! Zusammenfassung der COP 29 in einem Wort: enttäuschend. Zu wenig und zu spät, sagen beispielsweise afrikanische Unterhändler. Und es sind gerade die Länder des globalen Südens, die am allermeisten unter Klimafolgen leiden müssen. 300 Milliarden US-Dollar bis 2035 – ein Tropfen auf den heißen Stein. Es braucht viel mehr Investitionen und auch beispielsweise einen Schuldenerlass für den globalen Süden. Ein Weg, erforderliche Gelder bereitstellen zu können, könnte der dänische Green Deal sein. Der Agrarsektor ist für einen erheblichen Teil der Klimaemissionen verantwortlich, weswegen Dänemark ab 2030 eine Klimasteuer auf Fleisch und Milch einführt. „Die Tier- und Klimaschützer wollen mir mein Schnitzel wegnehmen!“ Nein, wir wollen ausschließlich, dass das Schnitzel den Preis bekommt, der auch die Umweltzerstörung, den Klimawandel und auch Tierleid enthält.
Notwendigkeit der Stärkung des Schienenverkehrs und des Eisenbahnsektors in Europa (Aussprache)
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Schiene ist im Vergleich zum Luft- und Straßenverkehr immer noch nicht konkurrenzfähig. Ja, wie auch? Auf einer teilweise maroden Infrastruktur konkurrieren Hochgeschwindigkeit, Güter und Nahverkehr miteinander, was zudem häufig auch noch zu Sicherheitsrisiken führt. Eine Lösung könnte ein europäisches Netz von Magnetschwebebahnen sein – ausdrücklich nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum klassischen Schienenverkehr. In China wird seit vielen Jahren zu diesem Thema geforscht, und auch in Europa könnten Metropolen mit Zügen von 600 km/h und schneller miteinander verbunden werden, wenn wir denn nur wollen. Betrieben von regenerativen Energien, könnten so innereuropäische Kurzstreckenflüge obsolet werden und so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deswegen mein Appell zu später Stunde: Europa, lasst uns die Magnetschwebebahn nicht vergessen!
Die verheerenden Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa, der Verlust von Menschenleben und die Bereitschaft der EU, auf solche durch den Klimawandel verschlimmerten Katastrophen zu reagieren (Aussprache)
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Mein Mitgefühl gilt allen Opfern. Wir sollten jedoch nicht von Jahrhunderthochwassern sprechen, sondern vom Jahrhundert der Hochwasser. Diesen sehr treffenden Satz habe ich vor einigen Tagen im Internet gelesen. Und dann hört man hier am Montag bei der Aussprache zum strategischen Dialog und heute auch wieder, dass die allermeisten Abgeordneten ausschließlich Verbesserungen im Zivil‑ und Katastrophenschutz fordern, um so furchtbaren Hochwasserereignissen und anderen Klimakatastrophen entgegenzutreten – höhere Dämme, dickere Mauern und vor allem höhere Entschädigungen. Können wir vielleicht auch einfach mal an den Ursachen des Klimawandels arbeiten, anstatt ständig nur an den Folgen herumzudoktern? Auch wenn einige hier im Saal – gerade die rechte Seite – die Verbindung sehr gerne verdrängen möchten: Schnitzel und Steak, SUVs, Kreuzfahrten – all das hat Einfluss auf den Klimawandel. Unser Konsum und die Art, wie wir leben, beeinflusst den Klimawandel massiv und auch daraus resultierende Katastrophen und den Verlust von Menschenleben. Ein weiterer Punkt, der gerne außen vor gelassen wird, ist die Flächenversiegelung. So verschwinden immer mehr Grünflächen, aber auch landwirtschaftliche Flächen werden zugunsten von Siedlungs‑ und Verkehrsflächen vernichtet. Auf der anderen Seite wachsen Siedlungs‑ und Verkehrsflächen täglich. Lasst uns stattdessen gemeinsam Menschen‑ und Tierleben retten und die historische Verantwortung annehmen und etwas gegen den Klimawandel machen! Gerne möchte ich mit den Worten des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho enden: „Die Welt verändert sich durch dein Vorbild und nicht durch deine Meinung“.
Ergebnis des strategischen Dialogs zur Zukunft der Landwirtschaft in der EU (Aussprache)
Herr Präsident, Frau Kommissarin! Im strategischen Dialog können wir einige sehr prägnante Sätze sehen. Unter anderem heißt es dort: „Die Zeit für Veränderung ist jetzt!“ Weiter steht dort: „Der Umstieg auf eine ausgewogene, gesündere und nachhaltige Ernährung ist unerlässlich“. Diese Aussagen kann ich vollumfänglich unterschreiben, denn es ist genau jetzt an der Zeit, darüber zu sprechen, wie wir aus der klimaschädlichen, naturbelastenden und vor allem tierquälerischen Tierhaltung langsam aussteigen können – das natürlich bei voller Rücksichtnahme auf die Landwirtinnen und Landwirte innerhalb der EU. Besonders hervorheben möchte ich noch schnell eine andere Stelle. In der heißt es nämlich, dass ein Trend in der EU hin zu weniger tierischen Produkten und dafür gleichzeitig ein steigendes Interesse an pflanzlichen Proteinen festzustellen ist. Was können wir aus dem strategischen Dialog ableiten? Wir müssen ganz klar hin zu Nettonull-Flächenverbrauch, das heißt weniger Futterpflanzenanbau. Wir brauchen ein transparentes Tierwohlkennzeichnungssystem, weg vom tierischen Dünger und eine finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft hin zu einer tierleidfreien Landwirtschaft. In dieser einen Minute meiner Redezeit möchte ich abschließend noch darauf hinweisen, dass 43 Rinder, 418 Schweine und rund 11 000 Hühner geschlachtet wurden.