31
Mär
2025
Ansehen
Lage europäischer Wissenschaftler und Forscher in den USA und Folgen für die akademische Freiheit (Aussprache)
Herr Präsident, „alles, was wirklich großartig und inspirierend ist, wurde von Einzelpersonen geschaffen, die in völliger Freiheit arbeiten können“, sagt Albert Einstein. Albert Einstein und mit ihm viele andere, darunter die Denker der Frankfurter Schule und Hannah Arendt, flohen in den 1930er Jahren vor dem Nationalsozialismus und Faschismus in Nazideutschland und gingen in die Vereinigten Staaten, um ihre akademischen Ideen in völliger Freiheit und Raum zu entwickeln. Heute sehen wir das Gegenteil: Die Trump-Administration hat erhebliche Kürzungen bei der Forschungsfinanzierung vorgenommen. Es schränkt auch die akademische Freiheit ein und schwächt die öffentliche Debatte. Infolgedessen suchen immer mehr amerikanische Forscher nach neuen Zufluchtsorten. Dies ist eine einzigartige Gelegenheit für die Europäische Union, sich als Zufluchtsort für internationale Talente zu präsentieren und die Innovationslücke zu schließen. Um die Lücke in diesem Bereich zu schließen, müssen wir die Innovationsgrundlage mit dem Rechtsakt zum Europäischen Forschungsraum stärken, der einen besseren Zugang zu Forschungsinfrastruktur und eine Strategie zur Beseitigung von Hindernissen für Start-ups und Scale-ups vorsieht. Durch die Verdoppelung der Forschungsressourcen und die Annahme des Clean Industrial Deals können wir ehrgeizige Wissenschaftler anlocken, hierher zu kommen und die Technologien der Zukunft zu entwickeln. Die derzeitige Sparpolitik und das Klima der Intoleranz in den Vereinigten Staaten sind eine goldene Chance für Europa. Investieren wir in Forschung, Bildung und attraktive Karrieren, damit die Europäische Union wieder zum Leuchtturm für die Wissenschaftler von morgen wird. Bringen wir die Einsteins zurück nach Europa!