11
Feb
2025
Ansehen
Notwendigkeit, im Gesundheitswesen dem akuten Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen (Aussprache)
Herr Präsident, Frau Kommissarin, vor fünf Jahren waren Europa und die Welt mit der schlimmsten Gesundheitskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert. In dieser Zeit haben wir alle innig erlebt, wie sehr Gesundheit unser wertvollstes Gut ist und wie wichtig unsere Gesundheitssysteme nicht nur für die gesamte Gesellschaft, sondern auch für die Wirtschaft sind. Die Arbeitnehmer in diesem Sektor, bei denen es sich mehrheitlich um Arbeitnehmerinnen handelte, wurden als wesentlich anerkannt und applaudiert. Trotz jahrelanger massiver Desinvestition haben sie es unseren Ländern unter Missachtung ihrer eigenen Sicherheit ermöglicht, durchzuhalten. Wir haben alle gesagt: "Nie wieder." Aber unser Gedächtnis ist kurzlebig. Auch wenn Europa heute mit anderen geopolitischen, wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen konfrontiert ist, darf es nicht darum gehen, die gesundheitlichen Notlagen zu vergessen, zu deren ersten Herausforderungen der Personalmangel gehört. Einige Regionen oder Städte sind sogar auf dem besten Weg, zu medizinischen Wüsten zu werden. Es ist dringend notwendig, in die Gesundheitsdienste zu investieren, nicht nur in medizinische Behandlungen und Techniken, sondern vor allem in das Personal. Die Arbeitsbedingungen dieses Personals müssen verbessert werden, indem sichergestellt wird, dass es ausreichend ist, was auch die erste Voraussetzung für das Wohlbefinden der Patienten ist, aber auch durch die Annahme einer Richtlinie zur Prävention psychosozialer Risiken, um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz insgesamt zu verbessern. Auch im Gesundheitswesen müssen die menschlichen Imperative wieder Vorrang vor den wirtschaftlichen und haushaltspolitischen Herausforderungen haben. Das ist unsere Verantwortung. Andernfalls müssen wir zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die nächste Gesundheitskrise kommt.