5
Okt
2021
Ansehen
EU-Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen: Sicherstellung eines koordinierten EU-Ansatzes für zukünftige Gesundheitskrisen und die Rolle des Europäischen Parlaments dabei (Aussprache)
Herr Präsident, die Bewältigung der COVID-19-Krise war letztlich ein Erfolg für die EU, wenn wir uns die Entwicklung und Verteilung von Impfstoffen an die Mitgliedstaaten ansehen. Wir standen vor einer völlig neuen Situation, und es gab keine vorgefertigten Betriebsmodelle. In diesem Sinne denke ich, dass wir es geschafft haben, und vor diesem Hintergrund brauchen wir einen Schauspieler wie HERA. Dieser Prozess war jedoch nicht offen und transparent. Die APA für Impfstoffe sind so weitgehend verschlüsselt, dass es dem Parlament unmöglich war, sein Mandat zu erfüllen und die Tätigkeiten der Kommission und die Verwendung öffentlicher Mittel zu überwachen, geschweige denn, ob die Kommission das Mandat, das sie während der Verhandlungen erhalten hat, eingehalten hat. Die HERA, die derzeit eingerichtet wird, ist in Bezug auf ihren operativen Inhalt wichtig und lohnenswert, aber die Entscheidung der Kommission, das Parlament außer Kraft zu setzen, ist nicht akzeptabel. Die Beteiligung des Parlaments und damit die Transparenz müssen gewährleistet sein. Diese gewählte Rechtsgrundlage wirft berechtigte Bedenken auf. Das Parlament muss in die Umsetzung, die Planung und den Betrieb der HERA einbezogen werden, andernfalls wird das Parlament ein Stempel sein.