13
Sep
2023
Ansehen
Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen und anderen Großraubtieren in der EU (Aussprache über ein aktuelles Thema)
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin! Es hat leider ganz schön lange gedauert, bis uns die Europäische Kommission geglaubt hat, dass der Wolf in Europa wirklich ein Problem ist und dass hier die Regeln endlich einmal geändert gehören. Die Wolfspopulation in Europa wächst und wächst rasant. Mittlerweile haben wir bereits über 20 000 Wölfe in Europa. Und genauso geht es auch mit den Rissen von Schafen oder Rindern durch den Wolf hier, die rasant ansteigen. Ja, es stimmt, es gibt Möglichkeiten, dass man Herdenschutzzäune baut oder dass man Hirtenhunde einsetzt. Und das funktioniert mancherorts auch gut. Aber genauso gibt es schlichtweg Regionen, wo es einfach nicht funktioniert. Und das sind speziell im alpinen Gebiet unsere Almen. Dort entstehen dann wirklich schreckliche Bilder, wenn man weiß, wie es ausschaut, wenn hier ein Wolf mehrere Schafe oder Rinder gerissen hat. Solch leidende und tote Tiere finden unsere Bäuerinnen und Bauern dann täglich auf ihren Almen. Und dass diese dann irgendwann einmal sagen: Sie werden hier keine Tiere mehr auf den Almen auftreiben, das muss auch verständlich sein. Sehr geehrte Frau Kommissarin, haben Sie bitte endlich Verständnis, dass es hier eine klare Regel braucht auf europäischer Ebene, die die Realität widerspiegelt. Und lassen Sie unsere Regionen und Länder einfach selbst entscheiden, wie wir mit dem Wolf umgehen, der hier wirklich sehr großen Schaden anrichtet. Denn der Wolf ist einfach längst kein schützenswertes Tier mehr. In dem Sinne: Herzlichen Dank! Ich freue mich, wenn wir jetzt wirklich auch intensiv daran arbeiten, dass es hier in den nächsten Monaten eine vernünftige Lösung für alle Beteiligten gibt.