12
Sep
2023
Ansehen
Notfallinstrument für den Binnenmarkt (Aussprache)
Frau Präsidentin, vor fast einem Jahr stellte die Europäische Kommission heute in ihrer Rede zur Lage der Union ihr neues Notfallinstrument für den Binnenmarkt vor. Aufbauend auf den Lehren aus der COVID-19-Pandemie und der Invasion der Ukraine zielt dieses neue Instrument darauf ab, den freien Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr auch in Krisenzeiten zu gewährleisten. Denn die Bürgerinnen und Bürger haben zu Recht die mangelnde Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten und die Engpässe, die wir während der Pandemie erlebt haben, nicht verstanden. Wie wir wissen, ist unser Binnenmarkt unser größter Trumpf bei der Krisenbewältigung, und die gemeinsame Beschaffung von Impfstoffen ist ein Beispiel dafür – hier begrüßen wir Kommissar Breton. Daher müssen wir die Notfallmaßnahmen besser strukturieren, die weder durch Improvisation noch durch nationale Maßnahmen garantiert werden können. Jetzt sorgen wir in Krisenzeiten für eine schnelle Versorgung mit kritischen Gütern und Dienstleistungen. Wir richten einen Mechanismus ein, der es den Mitgliedstaaten ermöglicht, im Falle von Engpässen zur Solidarität aufzurufen. Als letztes Mittel ermöglichen wir, wenn die Situation dies erfordert, die vorrangige und verbindliche Bestellung bei den Wirtschaftsteilnehmern. Um auf aktuelle und künftige Krisen reagieren zu können, müssen wir uns mit den notwendigen Mitteln ausstatten, um die europäische Reaktion zu koordinieren, solidarisch und kohärent zu gestalten. Es geht um den Schutz unseres Binnenmarktes.