17
Feb
2022
Ansehen
Die politische Krise in Burkina Faso
Frau Präsidentin, es tut mir leid. Herr Kommissar, es tut mir leid. Afrika ist ein wunderschöner und stolzer Kontinent, der leider immer noch von weiteren Unruhen geplagt wird. Diesmal traf der Putsch Burkina Faso. Ein Land, das seit Jahren um makroökonomische Stabilität und Sicherheit kämpft, steht wieder an einem Scheideweg. Auf der einen Seite nehmen die Militärjunta und russische Söldner der Wagner-Gruppe aktiv am Putsch teil, auf der anderen Seite aber Angriffe auf Christen und religiöse Unruhen, die sich in einen weiteren blutigen religiösen Konflikt verwandeln können, ähnlich dem, der seit Jahren in Nigeria stattfindet. In der Entschließung des Parlaments werden die Sicherheitsprobleme und die Beteiligung ausländischer Söldnergruppen klar beschrieben. Es fehlt jedoch ein Verweis auf und die Verurteilung weiterer Angriffe auf Christen in Burkina Faso. Erst in den letzten Tagen gab es mehrere große Vorfälle, darunter die Entweihung des Petersseminars. Kizito, das war's. Hinter ihnen stehen radikalislamische Organisationen. Die gleichen, die versuchen, das innere Burkina Faso zu destabilisieren. Ihre Handlungen müssen eindeutig verurteilt und aktive Gegenmaßnahmen, einschließlich Sanktionen, gegen internationale Sponsoren des in Afrika operierenden Terrorismus ergriffen werden.