20
Apr
2023
Ansehen
Kohäsionsdimension der Beihilfevorschriften der EU und De-minimis-Vorschriften (Aussprache)
Frau Präsidentin, die Tatsache, dass die Kommission aufgrund der ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklungen, die durch das Zusammentreffen vieler Krisen verursacht wurden, die russische Aggression in der Ukraine erwähnen wird, hat beschlossen, den Mitgliedstaaten zu erlauben, ihre Volkswirtschaften zu unterstützen, ist vollkommen verständlich, und natürlich begrüße ich auch diesen Schritt. Ich begrüße natürlich auch die Unterstützung für den ökologischen Wandel, bei dem es sich tatsächlich um vernetzte Schiffe handelt. Sowohl der Befristete Rahmen für den Übergang zur Krise als auch die Änderung der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung werden zweifellos dazu beitragen, Investitionen und Finanzierungen zu beschleunigen, zusätzlich zur Erzeugung sauberer Energie, die eines der wichtigen Ziele der europäischen Politik ist, denen ich mich ebenfalls anschließe. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass wir die Kohäsionspolitik und ihre Grundsätze, die im europäischen Primärrecht verankert sind, vergessen können. Ich fordere daher: Was sind die Garantien dafür, dass die Kohäsionspolitik nicht zum sprichwörtlichen Aschenputtel wird? Wie spiegeln diese Initiativen die Artikel 174 und 175 des Vertrags wider, die speziell die Grundsätze des Zusammenhalts regeln? Auch wie Bestimmungen über Gebiete in äußerster Randlage, Übergangsregionen und die am stärksten benachteiligten Gebiete in die Verordnung aufgenommen werden können De-minimis-Regelung? Ich habe Zweifel an diesem Verfahren. Wir leben zweifellos in einer schwierigen Zeit, die uns zu Kompromissen zwingt, aber ich möchte nicht, dass die Grundprinzipien der Kohäsionspolitik zugunsten von wirtschaftlichen und ökologischen Erwägungen geopfert werden.