7
Feb
2024
Ansehen
Notwendigkeit der Bekämpfung der Zunahme des Antisemitismus und der Muslimfeindlichkeit (Aussprache)
Frau Präsidentin, leider ist Antisemitismus in der europäischen Gesellschaft tief verwurzelter Rassismus. Sie stellt eine existenzielle Bedrohung für die jüdische Gemeinschaft und die grundlegenden Ziele der EU dar. Vor zwei Wochen haben wir an den Holocaust-Tag gedacht, aber wir haben immer noch keinen ausreichend effektiven Weg gefunden, um diese schreckliche Geschichte unserer Geschichte an unsere Kinder und die Menschen unserer Gesellschaft im Allgemeinen weiterzugeben. Das ist dringend, weil der Antisemitismus auf dem Vormarsch ist. Die RIAS-Antisemitismus-Überwachungsorganisation berichtete, dass die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Deutschland seit dem 7. Oktober um das 2,5-fache gestiegen ist. In Österreich ist das sogar dreimal so hoch. Frankreich und eine Reihe anderer europäischer Länder berichten ebenfalls von einem starken Anstieg dieser Angriffe, so dass sich jüdische Bürger in ihren Heimatländern in Europa nicht wirklich sicher fühlen. Hass kommt nicht nur von Rechtsextremisten, sondern auch von Linksextremisten und islamischen Extremisten, die sich auf den Krieg im Nahen Osten beziehen. Gleichzeitig sieht nur ein Drittel der Bevölkerung in der EU Antisemitismus als großes Problem, und die sozialen Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufstachelung zu Hass. Diese Situation erfordert eine klare und entschlossene Reaktion. Ich freue mich, dass Präsidentin von der Leyen 2021 die EU-Strategie zur Bekämpfung von Antisemitismus vorgestellt hat, aber die Überarbeitung der Opferschutzrichtlinie muss so bald wie möglich abgeschlossen werden, um die Opfer dieser Straftaten besser zu unterstützen. Und der Anstieg des Antisemitismus ist zweifellos eine große Herausforderung für die EU. Ich glaube, wir können das gemeinsam bewältigen.